News zum Projekt Wasserkante Büsum
Strand
Der Wasserkanten-Blog
Küstenschutz
Büsum

Geschafft!

30.11.2014
Raimund Donalies

Eine in vielerlei Hinsicht spannende Zeit neigt sich dem Ende zu. Die Verstärkung des Deiches und die Umgestaltung der Büsumer Wasserkante ist, bis auf kleine Restarbeiten und Nachbesserungen, abgeschlossen. Die Winterstürme können kommen.

Mir hat es stets viel Freude bereitet, diese, für den Küstenschutz ebenso wie für den Tourismus, wichtige Maßnahme im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit begleiten zu dürfen. Schließlich konnte ich „live und in Farbe“ miterleben, was sonst nur auf Abbildungen in Büchern zu finden ist.

Ihnen, die Sie an den Baustellenführungen teilgenommen haben, möchte ich für die dabei geübte Disziplin danken. Sonst wäre dieses Programm nicht möglich gewesen.

Wo vor wenigen Wochen noch geschäftiges Treiben  herrschte, wird mittlerweile das Baustofflager geräumt.
Der in unmittelbarer Nähe  befindliche Übergang zur Familienlagune präsentiert sich jetzt ansprechend und einladend im neuen Gewand. Keine Angst, auch Brückengeländer werden noch montiert.

An diesem Übergang wird sichtbar, wie heute an die Barrierefreiheit für seheingeschränkte oder blinde Gäste in einem modernen Seebad gedacht wird. Die Informationskarte stellt die Familienlagune nicht nur als Relief dar, die Informationen werden auch in Brailleschrift angeboten. Fühlen Sie doch einmal darüber, wenn Sie das nächste Mal dort entlang gehen.

Die Rohre, welche in der Überfahrt zur Baustelle fast eineinhalb Jahre den Wasserlauf im Vorfluter an der Nordseestraße ermöglichten, werden nicht mehr benötigt und zum Abtransport verladen. Noch ist am dunklen Erdboden der Uferböschung erkennbar, wo monatelang der Weg als Verlängerung der Straße Schweinedeich die Materialtransporte zur Baustelle emöglichte.

Sicher ist sicher, eine Barriere warnt vor dem nun nicht mehr möglichen geradeaus fahren.

Nicht versteckt sondern repariert, werden die Beschädigungen im seeseitigen Asphaltdeckwerk der Watt´n Insel. Wäre doch schade, wenn das mit viel Aufwand Geschaffene ein Raub der Kräfte des Wassers würde.

Wer Ruhe sucht, findet sie in diesen Wochen an der Büsumer Wasserkante. Zurück im Ortskern, ist  ein wärmender Tee oder Kaffee und bei Bedarf auch ein Stück Kuchen problemlos zu erhalten .

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit. Vielleicht sehen wir uns ja zur Weihnachtszeit oder um die Jahreswende.

Endspurt auf der Deichbaustelle

14.10.2014
Raimund Donalies

Bis in den Oktober hinein fühlt sich die Wetterlage eher wie Spätsommer denn als Frühherbst an. Urlauber und Einheimische genießen die Sonnenstrahlen beim Flanieren auf der Deichpromenade oder die Fahrt entlang der Büsumer Küste mit dem Schiff Ol Büsum.

Aber trotz alledem, die Strandkörbe werden von den Mitarbeitern des Bauhofes nach und nach in ihr Winterquartier gebracht.

Auch wenn die sinkenden Wassertemperaturen mit denen der „ice bucket challenge“ noch nicht mithalten können, zuletzt werden die Badeflöße der Familienlagune mehr von Wasservögeln  als von den Urlaubern genutzt.

Im „Restbaustellenbereich“ läuft derweil der Endspurt der Deichverstärkung. Moderne Leuchten, bestückt mit energiesparenden und klimafreundlichen LEDs, werden entlang der Deichpromenade montiert.

Die Wattpromenade ist nun lückenlos von der Mole im Süden bis zum nördlichen Ende der Büsumer Wasserkante mit den Spezial-Steinen gepflastert. Auch über die südliche Brücke der Watt´n Insel führt der Weg nun bequem und ohne größeren Höhenunterschiede gen Land.

Dort, wo fast ein halbes Jahr lang die LKWs und Baufahrzeuge durch den aufgeschnittenen Deich rollten, fehlen auf der Deichkrone nur noch wenige Meter Pflasterung um auch eine durchgängige Promenade zu vollenden.

Wer von der Watt´n Insel auf diesen Bereich schaut, erkennt die wieder geschlossene Deichlinie. Ob in der Nordseestraße auf Höhe des Überganges zur Familienlagune oder entlang des Hochhauses Richtung Gäste- und Veranstaltungszentrum, auch auf der Landseite des Deiches werden die Wege mit neuem Belag versehen.

Wenn Sie bis jetzt noch nicht an einer unserer Informationsveranstaltungen zur Deichverstärkung oder Baustellenführungen teilgenommen haben, nur bis zum 5. November ist noch Gelegenheit dafür. Am Freitag, dem 24. Oktober gebe ich um 16.00 Uhr in der Sturmflutenwelt einen Rückblick auf den Umbau der Familienlagune und die Deichverstärkung. Ich freue mich darauf, Sie dort zu begrüßen. Der Eintritt ist übrigens frei, der Freundeskreis Blanker Hans freut sich hinterher über eine kleine Spende wenn es Ihnen gefallen hat.

Auch wenn nun, in den Herbstferien, keine Badeinseln mehr im Becken der Familienlagune verankert sind und die letzten Strandkörbe ihren Weg ins Winterquartier antreten, ich wünsche Ihnen einen erholsamen Aufenthalt im Nordsee-Heilbad Büsum.

Während, nach und vor der Baustelle?

28.08.2014
Raimund Donalies

Einheimische und Gäste Büsums nahmen zahlreich an der Eröffnung des Hauptstrandes teil. Auf der Bühne des NDR sprachen Vertreter des Landes Schleswig-Holstein, des Kreises Dithmarschen sowie der Gemeinde Büsum lobend und anerkennend über die Neugestaltung. Büsum gelingt damit ein großer Sprung nach vorn im Wettbewerb um die Gunst der Urlauber.

Im Rahmen der Sommertour des NDR hatte Büsum am Vorabend hier auf der Watt-Tribüne auch die Stadtwette gegen den NDR gewonnen.

Im letzten Drittel des Monats August frischte nach langer sommerlicher Witterung der Wind auf und das Wetter änderte sich. Selbst ein Teil der Möwen zog einen Platz auf den Wegen am Deich vor. Die ergiebigen Regenfälle erschwerten viele Arbeiten bis hin zur Zwangspause, nur die Pflasterer konnten an einigen Stellen weiterarbeiten. Respekt für die Wetterfestigkeit der fleißigen Handwerker.

Inzwischen ist die Sonne wieder am strahlend blauen Himmel zu sehen. Der Blick reicht über den Elbmündungstrichter zum 30 km entfernten Cuxhaven und Büsums Gäste genießen die spätsommerliche Stimmung.

Auf der Baustelle wird nun wieder mit ganzer Kraft die Fertigstellung von Wegen und Deichprofil vorangetrieben. Im Bereich der südlichen Fußgängerbrücke auf die Watt´n Insel fehlen nur noch wenige Meter, bis der Lückenschluss der von Norden und Süden kommenden Wattpromenade vollendet ist. Nur hier lässt sich noch erkennen, wie sehr die Wattpromenade erhöht wurde.

Auf weiteren Flächen des neuen Deichprofils wurde inzwischen Gras gesät, welches erkennbar aufgeht. Vielleicht haben sie sich bei einem Spaziergang gefragt, was das denn für ein seltsames torfartiges Material ist, welches auf der Innenböschung des Deiches an einigen Stellen ausgebracht wird. Es ist ein Versuch des Landesbetriebes Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN SH). Wenn bei höheren Wasserständen das Wasser auf den Deich schlägt lagert es auf dem Deich Material ab. Später lässt sich an diesem Treibsel (so wird dieses Material genannt) erkennen bis wohin die Wellen schlugen. Der größte Teil dieses Treibsels besteht aus organischem Material. Der Versuch wird zeigen, ob der gewünschte Bewuchs des Deiches durch das eingearbeitete und von Fremdstoffen befreite Treibsel gefördert wird. Dann kann zukünftig durch diese Verwendung eine Menge Geld gespart werden.

Viele Wege sind es nicht mehr, die noch gebaut werden müssen. Auch das Anbringen der Geländer an die Treppen der Deichaufgänge zeigt, es geht auf den „Endspurt“ der Baumaßnahme zu. Wer sich immer schon fragte, wie kommt der Beton zwischen die Deckwerkssteine, hat momentan die Gelegenheit, dies auf dem Weg zur Familienlagune aus nächster Nähe zu beobachten, allerdings wird der Betonlaster nicht immer so stehen wie es hier zu sehen ist.

Auch die erste Info-Hütte auf der Deichkrone ist nun im Betrieb. Das freundliche Personal gibt gerne Auskunft und kennt die Verfügbarkeit von Strandkörben.

Auch wenn es noch nicht „nach der Baustelle“ ist, auf eine gewisse Art ist es bereits „vor der (nächsten) Baustelle“. Haben Sie schon die zwei großen Erdhaufen auf dem ehemaligen Wohnmobilplatz im Hafenkoog in der Nähe der Sturmflutenwelt entdeckt?

Keine Angst, der Betrieb am Hauptstrand und auf der Familienlagune wird dadurch nicht beeinträchtigt werden. Es sind Kleidepots für Füllboden und Abdeckboden. In den nächsten Jahren wird der Deich vom Hafenkoog Richtung Warwerort verstärkt.  Die genaue Planung erfolgt in der nächsten Zeit. Aus Gründen der Verfügbarkeit aus den Kleientnahmestellen für die laufende Baumaßnahme und der vorhandenen Transportmöglichkeiten war es sinnvoll, diese Vorräte bereits jetzt anzulegen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Spätsommer. Vielleicht sehen wir uns bei einer der nächsten Baustellenführungen.

Wenn das so weitergeht ...

08.07.2014
Raimund Donalies

... dann kann ich Ihnen nicht versprechen, ob es im Herbst noch sehr viel Baustelle zu sehen gibt. Aber keine Sorge, ich erkläre dann auch gerne am Beispiel der fertigen Bauwerke, was warum gebaut wurde.

Noch ist es aber möglich, den Höhenunterschied der neuen Wattpromenade zum früheren Deichverteidigungsweg direkt zu vergleichen. Und auf der Deichpromenade oder dem Deichkronenweg, wie er auch genannt wird, lassen sich noch an Keilfalzplatten oder Treppen  die Rohre erkennen, in welchen die Elektroleitung für die Bodenleuchten geführt wird. Die Oberkante dieser senkrecht stehenden Platten wird die zukünftige Höhe des Weges sein.

Mit großen Schritten schreitet die Wattpromenade vom Übergang zur Seebrücke auf die Watt´n Insel gen Süden. Auf der Deichkrone ist dies ebenso der Fall.

Bald sind auch die letzten Deichübergänge, von den Treppen aus dem Watt über den Deich hinunter auf die Wege in den Ort, fertig. Diese Wegeführung ist von den Planern so gewollt und soll den Zugang zum Strand und den Erholungsflächen für die Büsumer Gäste erleichtern.

Wer von Ihnen vor zwei Jahren an einer Führung auf die Baustelle der Familienlagune teilgenommen hat, erinnert sich vielleicht noch an den Treffpunkt auf dem Deich oberhalb der Toilettenanlage in der Nähe des Hochhauses. Jetzt im Sommer werden wir uns am Fuß der Treppe zum mittleren Zugang der Familienlagune treffen. Von dort aus überqueren wir den Deich und gehen und dann in die jeweils interessanten Beeiche  der Baustelle. Der Weg zur Seebrücke ist vor wenigen Tagen freigegeben worden. Mir gefällt diese Gestaltung.

Alle, die sich auf den Anblick vieler Lastwagen freuen, sollten ganz tapfer sein: Die Bodentransporte sind weitestgehend abgeschlossen, es sind kaum noch LKWs oder Traktorengespanne unterwegs. Und auch die, zur Zeit in der Nähe des Parkplatzes 1 stehende, Brecheranlage wird in ein paar Tagen dort wieder verschwunden sein.

Dafür werden aber am Hauptstrand bereits jetzt die neuen Rampen ins Watt genutzt. Es gibt im GVZ auch Rollstühle auszuleihen, welche für das Watt geeignet sind. Die Duschen an der Wattpromenade funktionieren und bieten allen aus dem Watt kommenden  Menschen die Möglichkeit, die Füße oder gar den ganzen Körper abzuduschen, - übrigens mit einwandfreiem Trinkwasser.

Am  Sonntag, dem 13.Juli, wird der Hauptstrand offiziell eröffnet. Freuen Sie sich auf ein interessantes Programm mit einer Überraschung und einen Wettbewerb. Vielleicht sehen wir uns dort oder bei einer der kommenden Baustellenführungen. Ich freue mich auf Sie und wünsche Ihnen einen schönen Sommer mit einer stressfreien Anreise nach Büsum.

Warte, warte...

11.06.2014
Raimund Donalies

… noch ein Weilchen, dann ist der Zugang zur Watt´n Insel der Familienlagune nicht nur über die neue Rampe und die Brücke am Nordende, sondern auch über die Seebrücke schöner und komfortabler als zuvor möglich.

Wir haben ja nicht die Möglichkeit des Austernfischers, auf eigenen Flügeln dorthin zu gelangen.

Der Blick von der Deichkrone oberhalb der neuen und breiteren Treppe des Mittelaufganges zeigt den zukünftigen, schöneren Weg.

Es ist in diesem Jahr faszinierend zu sehen, mit welchem Tempo die Bauarbeiten voranschreiten. Neben dem guten Wetter haben Können und Fleiß aller am Bau Beteiligten ihren Anteil daran. Mit Hochdruck nähert sich die Wattpromenade dem Anschluss der Seebrücke landseitig.

Auch wenn Baumaschinen viele Arbeiten erleichtern, es gibt immer Tätigkeiten, welche nur durch die harte Handarbeit erfahrener Bauhandwerker ausgeführt werden können. So zum Beispiel das Zurechtrücken der mehrere Kilogramm schweren Steine des Deckwerkes am Deichfuß.

Beim Bau der Deichpromenaden sind auch unterschiedliche Kabel und Leerrohre zu verlegen. Stellen Sie sich beim nächsten Spaziergang einfach mal vor, was sich dort alles unter Ihren Füßen befindet.

Ein Urlaub am Meer sollte in guter Erinnerung bleiben und nicht durch das Erinnern an Unfälle getrübt werden. Wenn Bauzäune offen stehen, ist das keine unausgesprochene Einladung zur Abkürzung. Die wohltuende Wirkung des Nordic-Walking kann durch die Begegnung mit einer Planierraupe enorm gemindert werden. Wer gar mit großen Kopfhören, musikhörend beschwingt, über die Baustelle läuft, hört vielleicht die Baumaschine oder den Lastkraftwagen spät oder gar nicht mehr. Wäre doch schade, oder?

Kein Problem mit den Bauarbeiten haben die Surfer auf ihren Brettern im Becken der Lagune. Der Sommer naht und ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr endlich die Badeinsel auszuprobieren, deren Vorzüge und Möglichkeiten ich vor zwei Jahren auf mancher Baustellenführung dargestellt habe.

Meine Kollegin, Frau Koch, und ich freuen uns darauf, Ihnen bald wieder im Rahmen der Info-Veranstaltungen und Baustellenführungen das Geschehen und den Stand der Deichverstärkung näher zu bringen. Bis dahin eine schöne Vor-Sommerzeit!


Alles neu macht der Mai …

13.05.2014
Raimund Donalies

So heißt es in einem alten Lied. Nun, auch im Bereich der Perlebucht gibt es selbst an der Landseite des Deiches fast täglich einen neuen Anblick der Baustelle. Gewaltige und Respekt einflößende Erdbewegungen -aber aus dem richtigen Blickwinkel hat das Baugeschehen auch fast „romantische“ Perspektiven.

Südlich des ehemaligen und auch wieder zukünftigen Hauptüberganges zur Familienlagune wird die Deichlinie deutlich sichtbar verlagert. Material wir abgetragen und an anderer, gar nicht so weit entfernter Stelle, als Füllmaterial wieder eingebaut.

Auf der zukünftigen Deichkrone ist das neue Profil des verlagerten Deiches erkennbar. Ist es Ihnen vielleicht so ähnlich wie mir ergangen, dass Sie sich sehr schnell an die neue Form des Deiches gewöhnt haben, als hätte es schon immer so sein sollen?

Nach den Regengüssen der letzten Woche sah es manchmal spektakulär aus, wenn die Planierraupe schräg am Hang gesteuert wurde und dabei seitwärts leicht versetzte. Allerdings ist auch das Begehen der Kleiflächen zu Fuß dann eine Herausforderung an Mensch und Material.

Die Schlucht mit dem Kipper eines Traktorgespannes im Hintergrund ist nicht das „Death-Valley“ der Perlebucht, sondern „nur“ eine LKW-Reifenspur, wie sie durch das Befahren des Kleibodens auf dem Deich entsteht. Die LKWs bewegen nicht nur das aus dem Deich gewonnene, oder zum Teil seit dem letzten Jahr im Zwischenlager befindliche, Erdreich. Nach wie vor rollen die Transporte von Füll- und Abdeckboden von Wesselburener Deichhausen nach Büsum. Gebaut wird momentan gleichzeitig in den Bauabschnitten zwei, drei und vier. Das gute Wetter dieses Frühjahres hat die Arbeiten zügig voranschreiten lassen.

Der Punkt, an welchem ich stehend zu sehen bin, ist am Fuß des Deiches gegenüber der Rampe zur Seebrücke auf die Watt´n Insel. Auch wenn die Mächtigkeit des Bodenauftrags hinter mir beeindruckend ist, an manchen Stellen wird fast die doppelte Schichthöhe erreicht.

Fortschritte sind erkennbar beim Bau der Wattpromenade vom Nordende der Perlebucht Richtung Seebrücke. Der Weg wird um gut eineinhalb Meter erhöht.

Während am Fuß des Deiches die Wattpromenade entsteht, arbeiten gleichzeitig die Bauarbeiter der verschiedenen Firmen an der Promenade auf der Deichkrone. Wie schon im letzten Jahr im Bereich zwischen Leuchtturm und Mole, so ist auch hier eine Sandschicht auf einem Trenngewebe für einen festen und tragfähigen Unterbau notwendig. Parallel dazu nähern sich die Arbeiten an der Rampe über den Deich der Endphase. Geplant ist, dass, wenn das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, im Sommer hier der Zugang zur Familienlagune wieder möglich ist.

Die ersten Neugierigen haben letzte Woche schon mal in den Strandkörben auf dem Rollrasen die Sonne und die gesunde Nordseeluft genossen. Geplant ist, dass in den nächsten Tagen die Strandkörbe auf dem Rollrasen allgemein nutzbar sind.
Wenn Sie sich in Büsum erholen, genießen Sie es und lassen Sie uns gemeinsam „die Daumen drücken“ für günstige Witterungsbedingungen. Umso besser kann der Zeitplan der Bautätigkeiten eingehalten werden.

Baumaschinen voran am Deich der Perlebucht!

16.04.2014
Raimund Donmalies

Kurz vor Ostern herrscht auf der Watt-Tribüne fast schon Normalität im Urlaubsbetrieb. Büsums Gäste genießen das sonnige Frühlingswetter in den Strandkörben oder auf den unterschiedlichen Sitzbänken.

Auch wenn das Gras des Rollrasens einladend wirkt, noch freut sich dieser über Schonung. Anschauen ja, aber darauf herumlaufen oder liegen bitte noch nicht. Und dort, wo die Grassaat demnächst aufgehen wird, weisen Schilder auf diesen Umstand hin.

Auch auf der Watt´n Insel der Familienlagune beginnt zaghaft das Strandleben. Bei guter Sicht reicht der Blick bis zur Förderplattform Mittelplate A auf Deutschlands größtem Rohölvorkommen. Vielleicht wollten Sie schon immer mal wissen, was es damit auf sich hat. In der Sturmflutenwelt Blanker Hans können Sie neuerdings mehr darüber erfahren und sich auch im Bohren nach Öl üben.

Etwa bis zum Sommerbeginn führt der Zugang auf die Watt´n Insel für Fußgänger über die nördliche Brücke. Sowie es Änderungen gibt, informieren wir Sie auf dieser Website und die örtlichen Medien.

Der Grund dafür liegt im Baustellenbetrieb, nehmen Sie die Hinweisschilder zum (Nicht)Betreten der Baustelle bitte ernst. Viele Arbeitsabläufe finden gleichzeitig statt. An den bereits gesetzten Treppen ins Watt wird deutlich erkennbar, wie viel höher die Wattpromenade gegenüber bisher zukünftig ist.

Das neue Profil des Deiches zeichnet sich an etlichen Stellen bereits ab.

Die Erdbewegungen sind enorm und auch der „Lieblingsbagger“ vieler TeilnehmerInnen an den Baustellenführungen ist wieder in Aktion. Der Anschluss des Mitteldammes zur Watt´n Insel an die zukünftig höhere Wattpromenade befindet sich ebenfalls im Bau, erkennbar ist die Fußpfahlreiche am „Surferbecken“ für das geänderte Deckwerk.

Ich drücke den Daumen für weiterhin schönes Frühlingswetter, damit Sie sich trotz der zeitweisen Einschränkungen in Büsum wohlfühlen und für alle am Bau beteiligten, damit es nicht zu solchen Verzögerungen im Bauablauf kommt wie im Frühjahr des letzten Jahres.

Vom vergangenen, milden Winter kündet nur noch ein verlorener einsamer Kinderhandschuh. Vielleicht wissen Sie ja wer Ihn vermisst?

So kann es bleiben..

02.04.2014
Raimund Donalies

...und dann Frühling werden. Diese Redewendung kennen sicher viele von Ihnen. Frühling ist es, und das Wetter war mit den Handwerkern und Planern bislang gnädig.

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, die UFOs sind noch nicht gelandet um den Baufortschritt zu besichtigen, es sind die Bodenleuchten der neuen Watt-Tribüne aus der Froschperspektive.

In der umgestalteten Hauptausstellung der Sturmflutenwelt Blanker Hans gibt es nun das Thema Deichverstärkung . Im Rahmen des Projektes Deichläufer erarbeiteten Kinder und Jugendliche aus dem Amt Büsum-Wesselburen ein spannendes und interessantes Exponat mit Filmen, Fotos Interviews und einer Website. Schauen Sie doch mal hinein, es lohnt sich!

In den nicht sicherheitsrelevanten Bereichen wurde der Wegebau fortgesetzt. Deichkronenwege und Treppen gehen weiter der Vollendung entgegen, gut kontrolliert und vermessen von Spezialisten ihres Faches. Auch Brücken der Wege aus dem Ort auf den Deich finden Ersatz und bald ist es wieder möglich, von einigen Hotels direkt auf den Deich zu gelangen.

Beim Treppenbau ins Watt sieht es manchmal spektakulär aus. Nach und nach wachsen die Geländer und damit die Sicherheit. Die Treppenanlage am Fuß der Watt-Tribüne ins Watt wirkt nun noch einladender. An der Watt-Tribüne nähern sich die Arbeiten dem Ziel. Heute kann ich Ihnen einmal Bilder der Steinbrüche in China zeigen, woher die verbauten Granitblöcke stammen. Mein Dank dafür gilt Herrn Wefers vom Planungsbüro „Seebauer Wefers und Partner“, der mir diese Fotos zur Verfügung stellte.

Die Faschinen als „Pflaster“ und erste Hilfe für die Beschädigungen durch die Sturmfluten des letzten Dezembers sind nun entfernt und werden abgefahren, um an anderer Stelle im Watt zum Beispiel zu Lahnungen verarbeitet zu werden. Die Verlegung des Rollrasens hat bereits begonnen.

Inzwischen beginnen auch die ersten Arbeiten im Bereich der Perlebucht. Wie zu sehen, ist der Asphalt des Deichkronenweges abgefräst.

Als der Büsumer Bürgermeister, Herr Schwartau, im Dezember letzten Jahres sagte, bis Ostern 2014 sei die Lagune und die „Watt´n Insel“ wieder hergerichtet, gab es manch skeptisches Gesicht. Nach dem Rückholen des in andere Bereich der Lagune verspülten Sandes, der Reparatur der Wegesenkung im Bereich der Wassersportschule sowie der Reinigung der Wattrampe lässt der Blick auf die Ruhezone mit den aufgestellten Bänken erkennen, was bereits geschafft wurde. Nicht nur das Möwenpärchen, auch Sie liebe Gäste, werden sich hier bald wieder erholen können. Herzlich willkommen und eine schöne Frühlingszeit!

Auf ins Jahr 2014

31.01.2014
Raimund Donalies

Der erste Monat des neuen Jahres neigt sich dem Ende zu. Die letzten Zeugnisse der gut besuchten Silvesterfeier sind verschwunden. Das gut besuchte Neujahrsanbaden startete von der Watt-Tribüne über die neue Treppenanlage zur Nordsee. Das Foto wurde mir von Herrn Kai Klüver zur Verfügung gestellt, dafür vielen Dank.

Wenn die Sonne vom blauen Himmel lacht, ist nicht nur Büsums Alleestraße voller Menschen. Die neue Wattpromenade wird auch ohne Rollrasen und Strandkörbe von den Spaziergängern gut angenommen. Ein Vorgeschmack auf einen hoffentlich freundlichen Sommer.

Es lohnt aber auch der Weg zur Familienlagune. Am Deich ist das Treibsel aufgenommen, die Duschaufsätze befinden sich im Winterschlaf.

Nicht im Winterschlaf, sondern „Badegast“ ist der Höckerschwan, der sich im Wassersportbecken der Lagune sichtlich wohlfühlt.

Wer Glück hat, kann die Besatzung des in Büsum stationierten Rettungskeuzers Theodor Storm bei einer Übung zusammen mit dem Hubschrauber aus Helgoland beobachten, so wie am Samstag dem 25. Januar vormittags.

Unübersehbar ist auf der Insel aber auch, dass mit Hochdruck die Schäden des Orkans Xaver und der damit einher gegangenen Sturmfluten beseitigt werden: Die Granitblöcke stehen wieder da, wo sie hingehören, die Dünen werden mit Faschinen gesichert und ein Teil des Sandes ist auch bereits wieder an die Kante des Flanierweges angearbeitet.

Am Deich im Bauabschnitt zwei werden die Arbeiten an der Deichpromenade fortgesetzt, soweit und solange es das Winterwetter zulässt. Auch die Deichüberfahrt kann mit den bereit stehenden großen Sandsäcken jederzeit sturmflutsicher verschlossen werden.

Auf der Landseite des Deiches entstehen die zukünftigen Treppenübergänge. Mit etwas Fantasie ist vorstellbar, welche schöne und moderne Gestaltung hier Einzug hält.

Der von Xaver angenagte Tafelberg des Kleibodenlagers wird im Laufe der weiteren Bautätigkeit abgetragen.

Wenn Sie demnächst am Büsumer Strand unterwegs sind, ziehen Sie sich warm an, so lassen sich der mittags noch niedrig stehenden Sonne auch schöne Seiten abgewinnen.

Nach dem Nikolaussturm

20.12.2013
Raimund Donalies

… Nur Berge von Wasser sah er vor sich, die drohend gegen den nächtlichen Himmel stiegen, die in der furchtbaren Dämmerung sich übereinander zu türmen suchten und übereinander gegen das feste Land schlugen. Mit weißen Kronen kamen sie daher, heulend als sei in ihnen der Schrei alles furchtbaren Raubtiers der Wildnis…

So beschreibt Theodor Storm im Schimmelreiter jene Sturmflut, die zu Hauke Haiens Ende führt. Wer am 5. oder 6. Dezember 2013 auf dem Deich stand, fühlte sich an diese Worte erinnert.

Am Vortag setzte die Firma Witt noch eine weitere Treppe auf der Deichinnenböschung. Die Pflasterarbeiten auf der Watttribüne wurden fortgesetzt. Aber es liefen bereits die Vorkehrungen, um für das kommende Unwetter gewappnet zu sein. Alles was beweglich war musste aus dem Baufeld entfernt werden, Abdeckungen für Entwässerungsrinnen wurden mit Schrauben gesichert.

Ab Donnerstag (5.12.) wurde es mehr als ungemütlich und die Wellen schlugen bereits eine Stunde vor dem nachmittäglichen Hochwasserstand über die Wattpromenade. Den höchsten Stand erreichte das Wasser während des Nachthochwassers mit 4,57m über Normalnull.

Bei immer noch kräftigem Sturm zeigte sich am nächsten Tag, dass der verstärkte Deich seine Bewährungsprobe bestanden hatte, obwohl für den Nachmittag erneut eine Sturmflut bevorstand. Insgesamt drei Sturmfluten hintereinander führten nur zu minimalen Kleiverlusten. Das Treibsel markiert die Linie, bis zu welcher die Wellen den Deich hinauf liefen. Nach Angaben des LKN handelt es sich (je nach Betrachtungsweise) um die viert- oder sechstschwerste Sturmflut seit 1962. Der Wasserstand von damals (4,94 m) wurde nicht erreicht, aber das Wasser stieg fast so hoch wie zur Weihnachtsflut 1717  und höher als zur zweiten Mandränke am 1. Oktober 1634 (Die Insel Strand wurde zerstört, es entstanden aus den Resten Pellworm und Nordstrand).

Am Freitagnachmittag,  etwa zwei Stunden vor dem Hochwasser, standen Teile der Seebrücke zur Familienlagune unter Wasser. Auf der Insel kam es zu Sandverlagerungen, so dass im Bereich der Klettergerüste oder auch Grillplätze nun die Bodenhöhe zu groß ist. Etliche versetzte Granitblöcke verdeutlichen, welche Kräfte Wasser entfesseln kann. Es mag einigen Stellen auf den ersten Blick zwar dramatisch aussehen, aber der Sand lässt sich wieder aufschütten. Messungen werden zeigen, wie viel Sand wirklich wohin verlagert wurde. An den festen Bauwerken auf der Insel entstanden keine Schäden. Geplant ist derzeit, dass zu Ostern 2014 die Erholungslandschaft wieder hergestellt ist.

Auf dem letzten Bild stehe ich mit den Füßen auf der Deichkronenhöhe von 1962. Am Treibsel sehen Sie die Höhe des Wellenauflaufs der Nikolausfluten 2013. Diese Sturmfluten führten deutlich zu Bewusstsein, dass Deiche als Küstenschutzbauwerke die Lebensversicherung der dahinter lebenden Menschen sind.

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und ein gutes 2014, wir sehen uns am Deich oder in der Sturmflutenwelt.

Nach dem Sturm – Winterpause?

20.11.2013
Raimund Donalies

Auch wenn der Zeitpunkt, an welchem die Deichsicherheit gegeben sein muss Mitte Oktober war, die Arbeiten am Deich gehen weiter. So lässt sich durch die ausgiebigen Regenfälle im Herbst verlorene Zeit wieder einholen.

Bis Mitte Oktober wurde an der Herstellung der Wehrhaftigkeit des Deiches gearbeitet. Neben Wegebau und Verklammerung des Deckwerkes waren Fahrwege für Baumaschinen oder Flächen der Materiallagerung zurückzubauen oder zu verfüllen. So gelang es, das Deichprofil bis zur vorgegebenen Höhe sicher zu schließen.

Ende Oktober führte der Orkan Christian trotz der enormen Windgeschwindigkeiten und einem Hochwasser im unteren Bereich der Kategorie “schwere Sturmflut“, nicht zu größeren Schäden am verstärkten Deich. Umgehend wurden in den folgenden Tagen die Arbeiten wieder aufgenommen. Dazu war es notwendig, in Sicherheit verbrachte Materialien und Maschinen wieder auf die benötigten Plätze zu bringen während der Wind noch kräftig blies und sich auf den Wellen Schaumkronen bildeten.

Der durchfeuchtete Kleiboden erschwert, wie schon so oft, die Arbeiten. An einigen Stellen muss das stehende Wasser aus den Fahrwegen abgepumpt werden.

Beim genauen Hinschauen sind auf der Baustelle Markierungen erkennbar, welche auf die künftige Höhe der Deichkrone hinweisen, sie wird wie bisher mit 8,20m NN in der Mitte des gelben Punktes verlaufen.

Während der Winterzeit schaffen die verschiedenen Bauarbeiter schwerpunktmäßig auf dem Deichkronenweg und der Landseite des Deiches, wie z.B. hier am nördlichen Bereich der  Watt-Tribünenverlängerung. Die Watt-Tribünenfläche ist inzwischen fast vollständig gepflastert. Die Treppenanlage dort sieht bereits sehr ansprechend aus.

Auf der Landseite des Deiches werden Treppen gesetzt, wie hier in den Vorbereitungen erkennbar. Wenn Sie diesen Beitrag lesen ist hier die Treppe bereits vorhanden, das Geländer mit Handlauf in Arbeit.

Aus der richtigen Perspektive lässt sich gut erahnen, wie es auf ganzer Länge auf dem verstärkten Deich aussehen wird, auch wenn Ruhebänke und Flaggenmasten mit wehenden Fahnen auf diesem Bild noch fehlen.

Goldener Oktober?

14.10.2013
Raimund Donalies

Noch ist der Monat nicht zu Ende, aber mancher Tag sieht vom Wetter her so aus. Im September verwandelten wieder einmal heftige Regenfälle die Baustelle der Deichverstärkung in eine Schlammwüste. Ohne Vorbereitung des Untergrundes war die Standfestigkeit des Mobilkranes beim Versetzen großer Betonfertigelemente oftmals nicht gegeben.

Inzwischen rückt der Zeitpunkt näher, da der Deich seine Funktion als Küstenschutzbauwerk erfüllen muss. Mit der Sturmflutsaison ist es wie mit der für Winterreifen: Es sind die Monate mit R.

Die Baustelle wird winterfest hergerichtet. Dazu gehört, dass Baumaterialien, wie die Granitblöcke, in den Bereich der Deichkrone verlagert werden. Schließlich ist die Senke nördlich der Watttribüne in das neue Profil zu bringen, konnte ich während der Führungen hier monatelang den Unterschied zwischen altem und neuem Deichprofil anschaulich erläutern.

Mit Volldampf geht das Pflastern der Watttribüne voran, soll doch das traditionelle Neujahrsanbaden 2014 hier stattfinden. Aber auch die rauen Granitblöcke an den Seiten der Treppe ins Watt werden noch gesetzt, bevor der weitere Baufortschritt dies nicht mehr zulässt.

Eine weitere Rampe ins Watt steht bald vollendet zur Verfügung. Interessant ist hier, dass für den Bau ein Damm um das Baufeld errichtet wurde, um tideunabhängig arbeiten zu können. Die Fortsetzung aus der Wattpromenade über das Deichprofil zeichnet sich bereits deutlich ab.

Zum Winter muss die Wellenüberschlagssicherung ihre Funktion bei höher auflaufenden Fluten erfüllen. Auch hier arbeiten die Pflasterer mit Hochdruck. In wenigen Tagen erfolgt die sogenannte Verklammerung des Deckwerks mit speziellem Beton. Wie so etwas im Endzustand aussieht, lässt sich seit Monaten auf der Insel in der Perlebucht bewundern.

Wenn Sie sich im Rahmen einer Baustellenführung einen Eindruck vom Fortschritt der Arbeiten verschaffen möchten haben Sie noch bis Ende Oktober mittwochnachmittags Gelegenheit.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Herbst mit vielen goldenen Tagen!

 

Langsam wird es eng…

02.09.2013
Raimund Donalies

Auch wenn der September beginnt und der Herbst seine Fühler schon mal ausstreckt - mit dem zeitlichen Rahmen hat die Überschrift nichts zu tun. Aber durch den Baufortschritt an den verschiedenen Wegen wird es eng, müssen auf den Baustraßen ja die LKW weiterhin hindurch passen.

Unbeirrt davon verlegen die Steinsetzer das Pflaster auf der Deichpromenade und zeigen auch bei komplizierten Verhältnissen ihr handwerkliches Können.

Bereit zum Asphaltieren war Ende August der vom Vitamaris kommende Weg auf und über die Deichkrone. Die Verlängerung dieses Weges führt in eine der zukünftigen Wattrampen.

Die in Folie eingeschlagenen Granitblöcke aus China sind natürlich nicht alle auf einmal mit dem LKW am Deichfuß geliefert worden. Bei dieser Anzahl an Bauelementen wäre es nicht nur vom Platz her eng geworden.

Da zügig an der Watt-Tribüne gearbeitet wird, lässt sich die Struktur der Rampen und Plattformen inzwischen gut erkennen. Auch hier ist Maßarbeit unabdingbar. Das gilt für den Transport der Granitblöcke ebenso, wie für die Errichtung der seitlichen Begrenzungselemente.

Das Probesitzen zeigte: Es sitzt sich angenehm, die Füße können entspannt baumeln und die “Unterbodenheizung“ durch das erwärmte Gestein ist sehr angenehm.

Spannend mitzuerleben ist das Arbeiten an den Treppen. Die Firma Fritz Witt Betonwerke aus Weddingstedt bei Heide hat jahrzehntelange Erfahrung bei der Herstellung von Betonfertigteilen. Die überwiegende Anzahl der Deichtreppen an der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste wurden von diesem Dithmarscher Betrieb gefertigt und geliefert.

Ob beim Rangieren der Spezialfahrzeuge, dem Pumpen und Verteilen des Betons oder dem Abladen der Treppenteile vom Lastzug, die Mitarbeiter der Firma Witt zeigen souverän was sie können.

An der Wattpromenade werden die Ruhezonen mit den Fundamenten für die Duschen erkennbar. Nächstes Jahr steht dem Abspülen nach der Wattwanderung nichts mehr im Wege.

Eng geht es auch ab und zu während der Führungen über die Baustelle zu. Meine Kollegin, Frau Koch, ist mit ihrer Gruppe an diesem Tag hautnah am Geschehen dabei. Angst vor Staub sollte niemand haben.

Zum Ausgleich öffnen sich während der Führung Einblicke, welche sonst nur in Lehrbüchern zu sehen sind. Wenn Sie noch nicht dabei waren, - hier wird es zeitlich wirklich eng, denn allzu viel Gelegenheit gibt es nicht mehr.
 

Und grün wird´s auch schon

06.08.2013
Raimund Donalies

Vom Bauzaun aus mögen manche Beobachter/innen gar nicht so recht glauben, dass es auf der Baustelle der Deichverstärkung vorangeht. Obwohl im Bereich der zukünftigen Watt-Tribüne sehr gut sichtbar wird, wie die Arbeiten voran schreiten. Immerhin führte der Fortschritt bereits dazu, dass Watt- und Baustellenführungen seit letzter Woche einen neuen Zugang nutzen. Auffallen sollte auch, dass in diesem Bereich jetzt hauptsächlich Kiesanlieferungen stattfinden. Der LKW-Verkehr insgesamt hat in diesem Bereich stark abgenommen. So kann bereits nördlich der Watt-Tribüne mit dem Setzen der ersten Keilfalzplatten der Wattpromenade begonnen werden. Denken sie daran, die Oberkante dieser senkrecht gesetzten Platten ist die Höhe des Weges, auf welchem Sie in wenigen Monaten spazieren gehen können.

Blicken wir auf dem Deich vom GVZ aus Richtung Norden, ist erkennbar, wo und in welcher Breite die Promenade entstehen wird. Auch wenn in den aufgetragenen Klei plötzlich wieder scheinbare Gräben gezogen werden, der Arbeitsablauf erfordert dies. Der bereits im Bau befindliche Weg soll ja durch Materialanlieferungen nicht beschädigt werden. Schauen Sie auch, wie weit nach Norden sich das Geschehen des Ausbringens von Füll- und Abdeckmaterial sich verlagert hat.

Durch den inzwischen geringeren LKW-Verkehr im Bauabschnitt 1 ist es nun möglich, während der Baustellenführungen in dieses Gebiet zu gelangen. Natürlich geht hier die Sicherheit vor, nicht jedes Mal kann jeder Punkt angesteuert werden.  

Die Deichpromenade ist hier wesentlich deutlicher zu erkennen. Auch die Aufweitungen zeichnen sich deutlich ab. Und seitdem die erste Strecke gepflastert wird, regt es die Phantasie an, sich vorzustellen, wie denn die gesamte Deichlänge mit solch einem Weg aussieht.

Im Süden schwenkt die Deichpromenade zum Deichfuß als Wattpromenade. Wer genau hinsieht, kann etwas entdecken, was ich Ihnen nicht vorenthalten möchte: Das erste Gras auf dem Deich. Allerdings stammt es nicht aus gezielter Ansaht. Die Samen sind vermutlich vom Wind hierher geweht worden und haben auf dem Klei gute Bedingungen vorgefunden. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass der Herbst kommen wird und dann der Deich soweit hergestellt sein muss, um bei Sturmflut seine Funktion erfüllen zu können.

Stand der Deichverstärkung im Juli 2013

23.07.2013
Raimund Donalies

Immer noch gibt es, auch unter den Büsumern, Menschen, die Deichverstärkung und Deicherhöhung verwechseln. Die Deichkrone wird in Zukunft zwar breiter sein, aber nicht höher als heutzutage. Allerdings werden für das neue Profil an einigen Stellen des Deiches Füllmaterial und Abdeckung mit mehr als zwei Meter Schichtdicke eingebaut. Beim Verteilen und Ausbringen des Materials mit der Raupe ist High-Tech im Einsatz. Wie in vielen anderen Bereichen, wo es auf präzises Messen ankommt, ist auch hier ein Steuergerät im Einsatz, welches den Plan für das Profil des Deiches enthält und so über eine hochgenaue GPS-Steuerung das Schild der Raupe bewegt.  Trotzdem muss der Raupenfahrer darauf achten, dass niemand plötzlich in den Weg der Baumaschine gerät und gefährdet wird.

So wird der Deich für die nächsten drei bis vier Jahrzehnte sicher bleiben. Sollte sich in einigen Jahrzehnten herausstellen, dass der Deich noch etwas erhöht werden muss, ist dies dann problemlos möglich.

Die Fortschritte im Aufbringen des Verstärkungs- sowie des Abdeckmaterials sind vom Bauzaun aus inzwischen sehr gut zu erkennen. Zur Zeit werden jeden Tag rund 3.000 m³ Material von den Entnahmestellen zur Baustelle auf dem Deich mittels der LKW und der Traktorgespanne geliefert. Die Kleientnahmestelle vier ist inzwischen komplett abgeräumt. Während die Entnahmestellen eins und drei weiter ausgebeutet werden, ist die ebenfalls in der Nähe von Wesselburener Deichhausen gelegene Entnahmestelle zwei vorbereitet. Nach dem Abschluss der Entnahmearbeiten werden die LKW-Fahrstraßen dort wieder beseitigt.

Aber in manche Ecken reicht der Blick vom Zaun dann doch nicht. Im Bauabschnitt eins wurden inzwischen drei Treppen zum Watt eingesetzt, weitere werden folgen. Die neue Höhe und Breite der zukünftigen Wattpromenade am seeseitigen Deichfuß lässt sich gut erkennen. Bitte probieren Sie die neuen Treppen aus dem Watt noch nicht aus. Sie gelangen auf die Baustelle, dort können Sie sich auch nach Feierabend verletzen. Das wäre doch sicher keine gute Urlaubserinnerung, -verboten ist das Betreten der Baustelle ohnehin. Legal ist dies im Rahmen der Führungen noch bis Anfang September jeden Mittwoch Nachmittag möglich. Vielleicht sehen wir uns ja.

Gut 15.000 Tonnen, oder etwa 8.000m³ Kies werden auf die Baufläche der zukünftigen Watttribüne aufgebracht. Dies ist notwendig, um einen sicheren und standfesten Baugrund zu haben. Wenn Sie in den nächsten Jahren sich auf dem fertigen Bauwerk aufhalten, können Sie sich daran erinnern. Der Kies wird aus einer Kiesgrube im etwa 45 km entfernten  Schalkholz, nordwestlich der Stadt Heide, herbei geschafft.

Auch wenn es durch das ungünstige Wetter des Frühlings zu Verzögerungen kam, nun wird fleißig aufgeholt. Wenn alles gut geht, ist der Bauabschnit im September frei zugänglich. Lassen Sie uns allen am Bau Beteiligten die Daumen drücken, dass das Wetter weiterhin mitspielt und es nicht zu langanhaltenden Regenperioden kommt.

Einen schönen Sommer wünsche ich Ihnen noch. Haben Sie schon die Familienlagune besucht? Die Badeinsel ist inzwischen verankert und wird fröhlich genutzt.
 

Auf der Baustelle bewegt sich etwas

Wenn Sie beim Besuch der Informationsveranstaltungen im GVZ oder der Baustellenführungen ein neues Gesicht entdecken: keine Angst, ich bleibe Ihnen erhalten. Neu hinzu gekommen ist meine Kollegin Martina Koch. Sie übernimmt, als meine Vertreterin, einige Führungen und Infoveranstaltungen. Frau Koch ist ebenfalls Mitarbeiterin in der Sturmflutenwelt Blanker Hans und dort als Gästebetreuerin tätig.

In der Anfangsphase des Baustellenbetriebs war die Zahl der LKW-Fahrten gering. Dafür waren aber  die Untergründe vorzubereiten, alte Einbauten zu entfernen oder die obere Deckschicht mit dem Grasbewuchs aufzunehmen und zwischen zu lagern. Vielleicht war nicht für alle die Baustelle als solche erkennbar.

Inzwischen rollen die LKWs ebenso wie die Traktorgespanne. Bei trockenem Wetter ist das schon ein imposantes Bild, wenn die Fahrzeuge von Staubwolken umgeben, auf dem Deichverteidigungsweg entlang brausen. Um den Staubflug einzugrenzen wird bei trockenem Wetter regelmäßig der Fahrweg mit Wasser befeuchtet. Im Moment befinden sich zwölf LKW- Gespanne und drei bis vier Traktorgespanne im Einsatz. Jeder LKW-Fahrer muss täglich neun Fahrten schaffen und auch die Lenk- und Ruhezeiten einhalten. Angesteuert werden die Kleientnahmestellen rund um Wesselburener Deichhausen. Im  Bild sehen Sie die Entnahmestelle eins, etwa 4 bis fünf Minuten nimmt das Beladen des LKW in Anspruch.

Länger anhaltendes Regenwetter ist allerdings der Feind dieser Arbeiten. Zu feuchter Kleiboden lässt sich schlecht befahren. Wie zu sehen ist, werden in solchen Fällen auch robuste “Anschubhilfen“ mit der Raupe notwendig. Stellen Sie sich derartige Hilfe an Ihrem Pkw vor...

Nichts desto trotz gehen die Arbeiten voran, wetterbedingte Verzögerungen werden durch die Arbeiten am Samstag nachgeholt.
Am südlichen Ende des Bauabschnittes 1 werden bereits Keilfalzplatten gesetzt. Die zukünftige Wattpromenade liegt etwa ein Meter höher als der bisherige Weg am Fuß des Deiches. Das Deckwerk muss daher den neuen Verhältnissen angeglichen werden. Gut sichtbar ist der Aufbau aus Untergrund, Geovliess, kleineren Steinen und Basaltsäulen als Wehr gegen den Wellenschlag. Trotz aller modernen Technik leisten die im Wasserbau Beschäftigten nach wie vor noch schwere körperliche Arbeit.

Das zukünftige Deichprofil ist bereits zu erkennen. Besonders deutlich im Bauabschnitt eins, wo auch auf der Landseite des Deiches schon Deckmaterial aufgebracht wird. Welche Schichtdicke das Füllmaterial auch erreichen kann, wird im Bauabschnitt zwei nördlich des GVZ sichtbar.

Die Planungen sehen Füllboden und Klei zur Abdeckung im Gesamtvolumen von 340.000 m³ vor.  Alles gleichzeitig auf dicht hintereinander stehende Lastzüge geladen, ergäbe eine Kolonne von Büsum bis weit in das Hamburger Stadtgebiet hinein.

Mit der Saison für schwere Sturmfluten ist es wie mit den Winterreifen: die Monate mit R. Dann muss der Deich seine Schutzfunktion erfüllen und deshalb darf von Mitte Oktober bis Mitte April nicht am Seedeich gearbeitet werden.

So schön das Sonnenbad oder die vielen Veranstaltungen in der Hochsaison sind: Deiche sind die Lebensversicherung der Menschen, die hinter dem Deich wohnen oder sich erholen – und nicht zuletzt auch für die Natur dort. 

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle
– es tut sich was am Deich

07.06.2013
Raimund Donalies

Zwar wurde die Familienlagune schon zum Pfingstwochenende zur Nutzung freigegeben, die feierliche Eröffnung fand eine Woche später statt. Unter den aufmerksamen Blicken zahlreicher Gäste durchschnitten Büsums Bürgermeister Maik Schwartau, Dithmarschens Kreispräsident Karsten Peters und der Geschäftsführer der TMS Büsum Olaf Raffel das blau weiß rote Band.

Bereits zehn Tage vorher wurde symbolisch der erste Spatenstich für die Deichverstärkung vollzogen. Dabei übergab der Staatssekretär aus dem Schleswig Holsteinischem Wirtschaftsministerium, Dr. Frank Nägele, den Zuwendungsbescheid über rund 3,9 Millionen Euro aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft für die Gemeinde Büsum an Bürgermeister Schwartau.

Währenddessen wurde bereits an der inzwischen fertig gestellten Überfahrt für LKWs durch den Deich gearbeitet. Die Fahrbahn der Überfahrt liegt auf einem Niveau von etwas über 5m NN. Diese Höhe stellt sicher, dass eventuelle Sommersturmfluten keine Gefährdung darstellen. Während des kommenden Winters wird diese Durchfahrt verschlossen.

Auch die Kleientnahmestellen (hier Entnahmestelle drei bei Wesselburener Deichhausen) sind vorbereitet. Die Flatterbänder dienen allerdings nicht zur besseren Orientierung des LKW-Verkehrs. Sie sollen das Nisten von Wiesenbrütern verhindern, damit nicht aus Naturschutzgründen ein Stopp der Entnahme verfügt wird.

In den Bauabschnitten eins und zwei am Büsumer Deich ist die Entfernung der nicht mehr benötigten Geländer, Lampen und anderer „Möblierung“ fast abgeschlossen. Wer schon auf der Familienlagune war, wird den alten Lampen vom Deich kaum nachtrauern.  Der Asphalt der Gehwege wurde gefräst und entfernt.

Besonders am Bauabschnitt eins zwischen Piratenmeer und Mole lassen sich derzeit viele Arbeiten beobachten: Abschieben von Grasnarbe, teilweiser Rückbau von Deckwerk, Transport von Materialien. Dies ist, dank des weitmaschigen Bauzaunes, sehr gut von den öffentlichen Wegen möglich. Es ist nicht notwendig, wie zum Beispiel am letzten Wochenende, den Bauzaun gewaltsam nieder zu reißen um dann auf der Baustelle spazieren zu gehen. Einige Spaziergänger/innen beschwerten sich sogar über den Zustand der Wege auf dem Deich(in der Baustelle). Sehen Sie solche Verhaltensweisen doch mal aus der Perspektive des Bauherrn oder der ausführenden Firmen… Hätten sie dann Lust, interessierten Menschen im Rahmen von Führungen Einblicke zu gewähren? Eigentlich sollte es der gesunde Menschenverstand sagen was geht und was nicht geht, wenn ein Bauzaun mit den entsprechenden Verbotsschildern errichtet ist. Wer erst am Schild zum Passieren mit Rollstühlen oder Kinderwagen stutzig wird, hat vorher mit Sicherheit andere Schilder übersehen!

Beim ersten Spatenstich für die Deichverstärkung fassten auch Kinder aus örtlichen Kindergärten mit an. Es ist die Generation dieser Kinder, welche in einigen Jahrzehnten erleben wird, wie der Klimawandel sich auf die Höhe der Sturmfluten auswirkt. Diesen jungen Menschen gegenüber sind wir verantwortlich, wenn wir heute die Deiche verstärken.

Küstenschutz ist die Lebensversicherung der Menschen die hier wohnen, hier Urlaub machen oder vom Tourismus leben.
 

Bald ist es soweit!

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Ob es nun letzte Arbeiten am zukünftigen Schwimmbecken sind oder die Montage der modernen, mit LED-Leuchten bestückten, Leuchten auf der Seebrücke.

Die Sandfangzäune an den Dünen sind weithin wahrnehmbar und werden den Sandflug bremsen. Stellen Sie sich diese Dünen begrünt vor (Das erste Grün ist bereits da und wird durch weitere Anspritzbegrünung ergänzt) und dazu Strandhafer. Das ist das Bild, das sich demnächst bieten wird.

Auf einladenden Sitzgruppen werden Sie den Strandsportlern beim Spiel zuschauen können oder, wenn Sie selbst gerade spielten, sich erholen und ausruhen können.

Die ersten Surfbretter für den Wassersport sind bereits eingetroffen. Die im Aufbau befindliche Verkleidung zeigt, wie Container auch aussehen können.

Einen tollen Anblick mit tollem Ausblick bietet der Seebrückenkopf ja schon seit einiger Zeit. Durch die montierten Handläufe ist aber eine Steigerung eingetreten. Und wenn in wenigen Tagen auf den wellenartigen Kunstobjekten die Angaben zu Wasserständen unterschiedlicher Sturmfluten
angebracht sind, können Sie die Höhenunterschiede zwischen mittlerem Tidehochwasser und Sturmfluten selbst nachvollziehen.

Auch im Familienbereich ist neben den Spielgeräten eine ansprechende Ruhezone entstanden. Können Sie erkennen welches Tier nachgeformt wird?

In einem der letzten Beiträge stellte ich ja die Frage, ob das Klettergrüst mit den Netzen mich denn auch trägt. Wie Sie sehen es trägt, - der Überblick von dort oben ist fantastisch.

Die Deichverstärkung wirft keine Schatten mehr voraus, die Arbeiten haben inzwischen begonnen. Sichtbar ist dies neben bereits errichteten Bauzäunen am Bau der Überfahrt für die Lkws inVerlängerung der Straße Schweinedeich Richtung landseitigem Deichverteidigungsweg.

Bis bald – auf der Familienlagune!

Raimund Donalies
13.05.2013

Endspurt auf der Familienlagune

30.04.2013
Raimund Donalies

Nun ist es auch vom Deich aus sichtbar: Die Familienlagune geht ihrer Vollendung entgegen. So manche Überstunde leisten die fleißigen Arbeiter der Baufirma dafür. Alle witterungsbedingten Verzögerungen des langen Winters lassen sich zwar nicht aufholen, aber ab  Mitte Mai dürfen Sie die Familienlagune in den dann fertig gestellten Bereichen nutzen.

Auf dem nun gepflasterten Seebrückenkopf wurden die modern gestalteten Leuchten montiert. Ähnliche Leuchten wird es in Zukunft auch an den Veranstaltungsflächen am Deich geben.

Die Oberfläche des Weges auf der Seebrücke nimmt durch die bereits weit fortgeschrittenen Pflasterarbeiten Gestalt an. Erkennbar sind auch die Geländer an den Treppenniedergängen der Seebrückenaufweitung zum Wasser. Die anderen Treppen auf der Familienlagune werden vergleichbare Geländer erhalten.

Aus den Vegetationsschichten der Dünen sprießt das erste zarte Grün. In den nächsten Tagen kommt noch die Anspritzbegrünung ebenso wie die Strandhaferpflanzen dazu. Mit gefälligen Zäunen wird das Grün dann geschützt.

Auch die großen Spielgeräte nehmen deutlich erkennbar Form an. Die roten Bögen werden die Form eines für Büsum symbolhaften Meerestieres annehmen. Zu sehen ist auch, dass an dem Netzklettergerüst die Arbeiten beginnen.

Verfüllt werden die Fugen zwischen den Granitelementen am Seebrückenkopf, aufmerksam beobachtet während der Abnahme von fertigen Bereichen auf der Familienlagune.

Für diejenigen unter Ihnen, welche im Mai noch nicht nach Büsum reisen können werde ich in diesem Blog weiter über die Familienlagune berichten, allerdings beginnt in wenigen Tagen die praktische Seite der Deichverstärkung. Auch hierüber erfahren Sie von mir hier bald mehr in Wort und Bild.

Ich freue mich auf die bald nutzbare Familienlagune und bin gespannt auf die Arbeiten am Deich.

Ich wünsche Ihnen eine gute Pfingstzeit bis dahin.

Frühling auf der Familienlagune

17.04.2013
Raimund Donalies

Endlich hält der Frühling Einzug im Land. Die Natur erwacht und auch auf der Baustelle in der Perlebucht nehmen die Arbeiten nach der Winterzwangspause mächtig Fahrt auf. Mittlerweile ist der Baufortschritt sogar vom Seedeich aus erkennbar.

Die Dünen sind weitgehend hergestellt und bereits mit einer Schicht bedeckt, aus der es bald grün sprießen wird. Der Sand für Strandspielfelder und Bereiche zwischen den Dünen liegt und wartet auf Erholung suchende.

In den nächsten Tagen erfolgt die Verklammerung des Deckwerkes an der zukünftigen Seebrücke, die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

Unmittelbar nachdem Abklingen des Frostes konnte das Schütten der Fundamente für die Beschattungssysteme (Sonnensegel) auf dem Seebrückenkopf beginnen. Inzwischen sind die ersten der mächtigen Betonfundamente mit Deckschicht und Untermaterial für die Pflasterung belegt oder sogar überpflastert. Nur die Haltevorrichtungen der Abspannungen ragen heraus.

Auf den Plänen der Familienlagune ist ein großes Turn- und Klettergerüst sichtbar. Die Fundamente dafür werden aktuell geschüttet. Ich bin gespannt, welche Ausmaße dieses Klettergerät einnehmen wird; - ob ich da auch dran turnen darf?

Wenn die Gäste der Baustellenführungen einen Lieblingsbagger hätten wählen dürfen, wäre es wohl dieser mit dem 18m Auslegerarm geworden. Hier ist er im Einsatz an den Kanten des südlichen Wasserzu- und Ablaufes.

Die Montage der Handläufe an den Treppen zum Wattenmeer beginnt in Kürze.

Einen schönen und einladenden Anblick bieten dagegen bereits die Geländer der nördlichen und wie hier, der südlichen Brücke.

Arbeiten trotz Winterwetter

22.03.2013
Raimund Donalies

Im Februar schien es ja mit dem Winter, oder zumindest dem Schnee bereits zu Ende zu gehen. Nach dem Abklingen des Frostes konnte auf der Familienlagune das Profilieren der Dünenlandschaft fortgesetzt werden. Wie bei allen vorherigen Bauabschnitten, ist auch hier genaues Arbeiten wichtig.

Der gelbfarbene Sand stammt nicht aus den Becken der Lagune, sondern aus Kiesgruben der näheren Umgebung. Er ist im Bereich der Spielgeräte auch als Fallschutzsand vorgesehen. Schon jetzt bietet dieser Sand einen schönen Kontrast mit den noch unbewachsenen Dünen im südlichen Bereich der Familienlagune.

So, wie sich die Wattwanderer nicht durch den Wintereinbruch im März abschrecken lassen, so wird auch jetzt an Arbeiten durchgeführt, was die Witterung zulässt.

Die voranschreitende Geländegestaltung lässt Materialtransporte nötig werden und beim Blick auf den zum Teil mit Schnee bedeckten Sand entlang der Promenade kommt der Gedanke an Laufen in Sandalen, oder gar barfuß bei sommerlichen Temperaturen, nur schwer auf.

Im Bereich der oberen Plattform des Seebrückenkopfes geht es ebenfalls voran. So wurde bereits ein Handlauf als Muster probeweise errichtet. Die endgültige Ausführung wird in wenigen Wochen angebracht. Sobald die Temperaturen es zulassen, geht es an das Schütten der Fundamente für die Beschattungssysteme. Die Flächen lassen sich durch die Absteckungen bereits erkennen. (Bild 015) Anschließend erfolgt die Vollendung der Pflasterung der Flächen, - auch auf dem Mitteldamm, der zukünftigen Seebrücke.

Fragen Sie sich manchmal, „was soll ich nur anziehen“? Dann werfen Sie einen Blick auf das Bild mit den Baggerschaufeln. Sie sehen, dieses Problem stellt sich manchmal in ganz anderer Form an anderer Stelle ebenfalls.

Eine schöne Osterzeit, vielleicht sehen wir uns ja demnächst bei einer der Infoveranstaltungen oder Baustellenführungen.
 

Bewährungsprobe bestanden

21.02.2013
Raimund Donalies

In der Nacht vom 30. zum 31. Januar erreichte das Nachthochwasser in Büsum einen Wert von etwa 2,2 m über dem mittleren Tidehochwasser. Dies entspricht fast der Stärke einer schweren Sturmflut.

Die Familienlagune hat ihre Bewährungsprobe, trotz der Spuren welche das tosende Wasser hinterlassen hat, bestanden. Bereits in der Nacht waren Angehörige der ausführenden Firma Reuse vor Ort und inspizierten die Insel am Morgen danach.

Zwar ist am Mitteldamm der zukünftigen Seebrücke an einer Stelle Sand verspült worden, trotzdem haben die verschiedenen Leitungen und Kabel gehalten. Dies ist inzwischen wieder verfüllt und nichts deutet mehr auf den verspülten Sand hin. Hier zeigt sich, wie wichtig ein guter Aufbau und die Verklammerung der Deckwerksteine ist. Ist an der Seeseite der Insel am Deckwerk nichts passiert, so sind einige Steine des noch nicht verklammerten Deckwerkes versetzt worden. Der Damm insgesamt hat jedoch widerstanden. Auch der Erosionsschutz entlang der Promenade erfüllte seine Aufgabe. Wenn die Anschlussflächen zwischen Promenade und Salzwiese ebenso verwurzelt sind wie die Salzwiese, werden die, zur Zeit dort sichtbaren, Ausspülungen geringer oder gar nicht mehr vorkommen.  

An den, auf höher gelegenen Flächen abgestellten, Baufahrzeugen entstanden keine Schäden. Der auf die Salzwiese gespülte Sand wird bald entfernt, damit die Brutvögel rechtzeitig ihre Nistgelegenheiten errichten können. Inzwischen ist der Wasserstand wieder auf das für die Bautätigkeit notwendige Maß abgesenkt worden und der Seebrückenkopf ist eisfrei.

Am Landeschutzdeich zeigt der Spülsaum mit dem Treibsel, bis wohin das Wasser gelangte. Das Ereignis erinnert daran, dass Deiche die Lebensversicherung der Küstenbewohner darstellen. Die Deichverstärkung in Büsum wird ab diesem Jahr dazu führen, dass diese Sicherheit weiterhin besteht.
 

Baustelle im „Winterschlaf“?

31.01.2013
Raimund Donalies

Wer momentan auf dem Deich der Perlebucht entlang geht, kann schnell den Eindruck bekommen, die Baustelle hält Winterruhe. Nun, auch wenn die Bauaktivitäten zur Zeit sehr gering sind, oder das Wetter manchmal auch gar nichts zulässt, geplant und organisiert wird trotzdem, um die Arbeit reibungslos fortsetzen zu können, wenn die derzeit zwei handbreit Frost im Boden geschmolzen sind.

Das tiefste der Kunstobjekte Welle zeigt nun nicht den durchschnittlichen Hochwasserstand an, sondern die Eislage. Wo noch zu Beginn des Schneefalls bei Niedrigwasser der Blick auf den Meeresboden möglich war, türmen sich Eisschollen.

Bis Kurz vor Weihnachten trotzten die Wasserbauer den zum Teil eisigen Temperaturen und dem Wind, ihnen gilt mein Respekt. Der Mitteldamm erreichte so seine vorgegebene Höhe und war damit flutsicher, auch wenn die Pflasterung erst bei günstigeren Temperaturen bald aufgebracht werden kann.

Schön anzusehen ist auch die Aufweitung der zukünftigen Seebrücke. Mit etwas Phantasie lässt sich das künftige Bild der Gäste, welche sich auf den Ruhebänken entspannen oder von hier aus über die neuen Treppen in die Becken der Lagune gelangen, vorstellen. Die vorläufige Rampe, welche momentan auf die Seebrücke führt, wird später an die neue Höhe des Deichfußes angeglichen. Dann ist die Steigung sanfter.

Solange es die Frostverhältnisse im Boden zuließen, wurde an der Profilierung der Dünen gearbeitet, sowie an der landseitigen Sicherung der Promenaden und Flächen. Es ist beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit diese Sandbehältnisse gefüllt werden können.

Die große Fläche des Seebrückenkopfes wird gepflastert, sowie die Fundamente für die Sonnensegel oder Beschattungssysteme eingebracht sind. Die so genannten Versorgungssäulen mit Anschlüssen für Strom und Wasser, für die in der Saison dort befindlichen Einrichtungen von Wassersportschule, Gastronomie, DLRG und Urlauber-Seelsorge oder Information wirken noch etwas einsam. Das wird sich in gar nicht ferner Zeit ändern. Hat der Frost im Boden die Arbeiten auf der Insel der Familienlagune erschwert, so war der feste Boden für die Asphalt-Schredderarbeiten an Land von Vorteil. Die großen Hügel, die vor wenigen Wochen zwischen Dithmarscher- und Nordseestraße zu sehen waren sind so gut wie weg.

Das Eis im Wattenmeer wird schmelzen und dann kann auch ein leichter Schneefall die Arbeiten nicht behindern.
 

Familienlagune im Winterkleid

12.12.2012
Raimund Donalies

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Wir haben die Mitte der Adventszeit erreicht und in einigen Tagen ist Weihnachten. Auf der Baustelle der Familienlagune ruhen während der Festtage die Arbeiten bis Anfang Januar. Vielleicht sehen wir uns ja während einer der drei Baustellenführungen. Sollte es solch winterliches Wetter geben wie auf den Fotos, tragen Sie bitte wärmende Kleidung.

Ohne Möglichkeit zum Größenvergleich wirken einige Motive wie aus einer weit entfernten Welt. Die Bilder stammen vom Nikolaustag. Lassen Sie sich inspirieren, wie es im Winter 2013/14 ohne Baustellenfahrzeuge und Maschinen auf der Insel bei vergleichbarem Wetter aussehen wird. Dann dürfen Sie selbst das Gelände erkunden, in diesem Winter ist das aus Sicherheitsgründen leider nicht möglich. Denken Sie daran, dass unter dem Schnee gerade in der jetzigen Bauphase noch “Stolperfallen verborgen sein können“. Also, lieber rechtzeitig für eine Baustellenführung anmelden.

Ich wünsche Ihnen noch eine besinnliche Adventszeit. Mögen Ihnen viele, auch immaterielle, Wünsche zu Weihnachten oder im kommenden Jahr in Erfüllung gehen. Der nächste Blog-Beitrag erscheint im Januar 2013. Bis dahin verbleibe ich mit weihnachtlichen Grüßen.

Rückblicke

07.12.2012
Raimund Donalies

Der letzte Monat des Jahres ist auch die Zeit der Jahresrückblicke. Wenn Sie am Kiosk schauen, können Sie z.B. bereits den gedruckten Jahresrückblick eines bekannten Hamburger Nachrichtenmagazins erwerben. Die Programmzeitschriften geben bereits Hinweise auf Rundfunk- oder Fernsehsendungen, welche das ablaufende Jahr aus unterschiedlichen Blickwinkeln Revue passieren lassen.

Auch die Badeinsel in der Perlebucht (zukünftig Familienlagune) hat sich im Laufe des Jahres enorm verändert. Hier im Wasserkanten-Blog konnten Sie daran aus der Ferne teilhaben. Heute nun ein Blick auf die Veränderungen einzelner, markanter Punkte. Die Bilder des alten Zustandes, welchen Viele von Ihnen aus früheren Aufenthalten noch kennen, habe ich in der letzten Märzwoche 2012 aufgenommen.

Noch in der Umgestaltung ist der Mitteldamm auf die Insel. Auch er wird eine Pflasterung erhalten, wie sie auf den Promenaden oder den befestigten Flächen des Seebrückenkopfes bereits verlegt ist. Der Seebrückenkopf war und ist das „Highlight“ während der Baustellenführungen. Hier wird am besten erleb- und sichtbar, wie aus dem Charme der 1970er Jahre ein Bauwerk entsteht, welches einem Nordseeheilbad des 21. Jahrhunderts würdig ist.

Auch die neuen Treppen ins Watt brauchen keinen Vergleich zu scheuen mit ihrem einladenden Platzangebot. Keine Angst, Geländer werden auch noch angebracht. Nicht nur Kosmetik, sondern mindestens „Facelifting“ ist es, was mit den Zugangsbrücken an Nord- und Südende geschah.Vorhandene Betonelemente wurden saniert, der Gehbereich aber komplett erneuert. Seewasserbeständiges Holz statt Beton ist die Devise.

Alles in Allem hat sich seit Mitte April sehr viel getan. Nicht nur bei Büsumern, auch bei den Gästen Büsums ist die Freude auf die kommende Saison groß, wenn die Familienlagune eingeweiht wird. Auch ich freue mich bereits darauf, werde Ihnen bis dahin weiter regelmäßig vom Fortschritt der Baumaßnahme berichten.
 

Wege auf die Insel

03.12.2012
Raimund Donalies

Nicht nur die Wege auf der Insel, auch die Wege dorthin, werden im Zuge der Neugestaltung als Familienlagune erneuert. Bei Spaziergängen am Deich ist der neue Belag aus Bongossiholz auf der südlichen und nördlichen Zugangsbrücke gut erkennbar. Schon jetzt wirken die (noch gesperrten) Übergänge freundlicher und einladender als die ehemaligen Betonschwellen.

Im Zuge der Brückenarbeiten wurden auch die dortigen Hubtore, mit denen der Wasserstand der Lagune reguliert werden kann, ausgetauscht. Am 27. November 2012 gab es eine erste Probe zur Funktionsfähigkeit der Hubtorantriebe. Die Hubtore ließen sich mittels elektrischen Antriebs problemlos heben und senken.

Bis vor wenigen Wochen war der Mitteldamm das letzte Stück alter Perlebucht-Wegegestaltung in Asphalt. Auch das ist nun Geschichte. Nach dem Abfräsen des Asphalts fanden im Sandbett die Versorgungsleitungen für Elektrizität und Wasser ihren Platz. Inzwischen schreitet das Setzen der Keilfalzplatten voran und die zukünftige Wegegestaltung der Seebrücke ist zu erahnen.

Die Überschlagssicherung entlang des Weges, wie auch Halterungen für die Lampen sind noch sichtbar. Die Oberkante der Winkelelemente zeigt, auf welcher Höhe die Pflasterung des Zugangs liegen wird. Über die Seebrücke werden zukünftig für Wartungsarbeiten Kraftfahrzeuge fahren, die Brücken im Norden und im Süden der Lagune allerdings sind für Fahrzeuge tabu. Darum stehen dort bereits jetzt die Granitpoller.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit.

Stand der Familienlagune im November 2012

20.11.2012
Raimund Donalies

Auch wenn der Bau weit voran geschritten ist, Baustelle bleibt Baustelle (Bild005)und darf nicht unbefugt betreten werden, denn die damit verbundenen Gefahren sind geblieben. Noch gibt es die letzten Spülfelder zur Sandgewinnung. Obwohl, die ersten Badegäste sind ja schon da.

Die Bautätigkeit darf unter Auflagen fortgesetzt werden. Die Auflagen sehen vor, dass zum Beispiel keine schwimmenden Materialien auf der Insel gelagert werden dürfen. Im Falle einer Überschwemmung durch Sturmflut könnten schwimmende Teile den Landesschutzdeich beschädigen und im Extremfall eine Zerstörung des Deiches mit katastrophalen Folgen in Gang setzen.

Dass im Nationalpark und Weltnaturerbe keine Wasser gefährdenden Stoffe dem Angriff des Blanken Hans ausgesetzt werden, versteht sich von selbst. Ist eine Sturmflut zu erwarten, müssen auch die Baumaschinen innerhalb einer vorgegebenen Zeit „an Land“ gebracht werden. Ein Bagger, eine Raupe oder ein Muldenkipper stellen den Gegenwert eines Einfamilienhauses dar. Sie verstehen sicher, dass dann die sichere Unterbringung dieser Geräte auch im wirtschaftlichen Interesse der Baufirma liegt.

Das Verklammern des Deckwerkes ist auf der Seeseite entlang der Nord- und Südpromenade sowie des Seebrückenkopfes abgeschlossen. Kein Wellenschlag wird hier bei Sturm und aufgewühltem Wasser in den nächsten Jahren einen Stein bewegen.

Auch das Sand Spülen geht dem Ende entgegen. Aus dem Nordbecken wurden rund 50.000m³ Sand gewonnen, aus dem Südbecken gut 30.000m³. Hier stehen noch Restarbeiten an, sowie das Profilieren des Uferbereiches. Deshalb finden die Spülarbeiten auch schon nicht mehr im Zwei-Schicht-Betrieb statt, sondern während der regulären Arbeitszeit auf der Baustelle.

Die Promenaden sind gepflastert und die Pflaster verfugt, bald ist auch die letzte Plattform des Seebrückenkopfes mit Pflaster bedeckt.

An den Zugangsbrücken im Norden und Süden sind nun die neuen Hubtore und die Hölzer für die Gehwege eingesetzt. Die endgültigen Geländer gibt es im Frühjahr, vorher sind aus Sicherheitsgründen einfache Übergangslösungen zur Sicherung angedacht.

Mit Hochdruck wird am Mitteldamm, der zukünftigen Seebrücke, gearbeitet. Der Asphalt wurde  entfernt und in der Aufweitung im mittleren Bereich befinden sich bereits die Treppen hinab zum Wasserbereich der Lagune. Bald werden die Versorgungsleitungen verlegt, dann erfolgt der Aufbau von Deckwerk und Wegoberfläche. Die ansprechende Pflasterung der Promenaden wird auch hier zu finden sein. Derzeit sind jene Arbeiten wichtig, welche die Insel gegen Überflutung sichern. Im Anschluss wird die Profilierung der Dünenlandschaft weitergeführt.

Noch steht nicht fest, ob in den Weihnachtsferien Spaziergänge über die Insel möglich sind. Als Alternative werden dann gegebenenfalls Führungen angeboten. Darüber informieren wir Sie auf der Wasserkanten Website. Schauen Sie also gerne wieder hinein.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Advents- und Vorweihnachtszeit.

Menschen auf der Baustelle

11.11.2012
Raimund Donalies

Bisher habe ich Ihnen dargestellt, welche Fortschritte der Bau der Familienlagune macht, welche Baumaterialien verwendet werden, wie der Sand auf die Insel gelangt oder welche Messtechnik eingesetzt wird. Hinter all diesen Schritten stehen Menschen.

Als Ausführende sind es vor allem die Angehörigen der Firma Reuse. Ein seit mehr als 60 Jahren im Wasserbau tätiges Unternehmen, welches in Brunsbüttel beheimatet ist.

Der Inhaber und Geschäftsführer, Herr Höhnke, ist regelmäßig auf der Baustelle, hilft mit Baggerfahrer und Schachtmeister bei der Lösung von Problemen vor Ort oder steht den Vertretern von Bauaufsicht und Auftraggeber Rede und Antwort.

Der Bauleiter, Herr Lange, ist jeden Tag anwesend und neben der notwendigen Schreibtischarbeit auf der Baustelle zu finden. Dazu gehört zum Beispiel die Probenahme des gespülten Sandes.

Sie könne sich sicher vorstellen, dass Kinderherzen schneller schlagen, wenn der Bagger nicht nur angeschaut, sondern unter Aufsicht auch bestiegen werden darf.

Gut, eine Steigerungsmöglichkeit gibt es noch, aber dafür  muss man das Bedienen solcher Baumaschinen in einem Bauberuf lernen. Baggerfahrer sind Könner ihres Faches.

Der Schachtmeister kontrolliert und überprüft diese Arbeit, sitzt aber manchmal auch selbst auf Raupe oder Bagger.

Die Zeit der „Hau-Ruck-Arbeiter“ ist auf Baustellen vorbei. Genaues und gefühlvolles Arbeiten ist beim Setzen von fast halbtonnenschweren Betonelementen ebenso nötig wie beim Verlegen des Geovlies für die Überschlagsicherung. Schließlich hängt davon Stabilität und Beständigkeit der Promenaden oder der gepflasterten Flächen ab, wenn der Blanke Hans während einer Sturmflut darüber strömt.

Trotz aller Hilfsmittel, ist auch das Sägen der 30 bis 45 kg schweren Steine für die Pflasterung belastende Arbeit.

Was an Reparaturen auf der Baustelle möglich ist, wird hier auch ausgeführt. Dies spart Wegezeiten und Kosten.

So einfach das von einer externen Spezialfirma durchgeführte Verklammern des Steindeckwerks

aussieht, auch hier ist wieder Können und Erfahrung nötig. Zuviel Beton zwischen den Steinen verursacht sofort Mehrkosten, zu wenig davon später, wenn das Deckwerk der Wasserbelastung nicht standhalten würde.

Stetig werden die Baufortschritte von Bauleitung, Bauaufsicht und Auftraggeber kontrolliert.

Wenn Sie ab dem nächsten Jahr sich auf der Familienlagune erholen, denken Sie daran, es ist das Werk von Menschen, die bei jedem Wind und Wetter hier fleißig als Könner gearbeitet haben.

Was wird für die Familienlagune alles verbaut?

22.10.2012
Raimund Donalies

Wer auf dem Deich steht und die Baustelle der Familienlagune beobachtet, wird sich fragen, was wird denn mit den Bergen oder  Stapeln der verschiedenen Baumaterialien gemacht, wofür brauchen „die“ das eigentlich. Hier stapeln sich Steine auf Paletten, dort werden graue Granitquader enthüllt, an wieder anderer Stelle scheinen Sand- oder Erdberge zu wachsen und ein paar Tage später genauso wieder zu schrumpfen.

Der Sand wird aus den Becken in Spülfelder gepumpt. In den Feldern erfolgt eine Trennung von organischen Materialien (Waschen) sowie eine Klassierung nach Korngröße. Je nach Qualität wird der Sand für den Wegebau, die Profilierung des Geländes oder als Füllmaterial eingesetzt.

Gebrochenes Steinmaterial wird in unterschiedlicher Zusammensetzung im Wegebau, bei den Promenaden oder  den Deckwerken als Tragschicht oder Frostschutzschicht eingesetzt. Zum Schutz der tragenden Sandschicht oder in Erosionssicherungen findet sich zuunterst das Geovlies. Es ist einerseits wasserbeständig, andererseits aber auch wasserdurchlässig.

Die oberste Schicht des Deckwerkes bilden die großen Steine aus der Granitart Hyperit. Sie stammen aus Norwegen und wiegen je nach Größe fünf bis fünfzig Kilogramm.

Auf den Flächen der Promenade, aber auch auf dem Seebrückenkopf und der Promenade erfolgt die Pflasterung mit speziell für den Wasserbau geschaffenen Betonpflastersteinen. Sie sind mit „Nut und Feder“ ausgestattet. Dadurch können sie bei richtiger Verlegung den Kräften des Wassers im Fall einer Überflutung besonders gut widerstehen. Es gibt eine quadratische Ausführung mit 30kg und eine rechteckige mit 45 kg Gewicht. Das Betonmaterial ist sandfarben durchgefärbt. So bleibt die Farbe auch bei Abnutzung der Oberfläche durch das darüber Laufen erhalten.

Die Promenaden werden in ihrem Gesamtaufbau eingefasst durch Keilfalzplatten (je Stück 100 kg), welche auch im Bild des Deckwerks erkennbar sind, sowie durch Winkelelemente aus Beton mit einem Gewicht von 400 kg je Exemplar. Diese wurden in ihrer Form speziell für dieses Bauvorhaben geschaffen.

Granitquader aus China dienen in den Ruhebereichen der Promenaden und des Seebrückenkopfes zukünftig als Sitzgelegenheit sowie als Gestaltungselement.

Noch größere Bauteile stellen die Fertigelemente der Treppen dar, welche für die Treppenanlagen des Seebrückenkopfes oder die Niedergänge von den Promenaden zum Watt eingebaut werden. Zur Montage dieser Treppen werden große Mobilkräne benötigt. Auf einem Bild ist im Hintergrund auch eines der Kunstobjekte Welle erkennbar. Diese, auf unterschiedlichen Höhen in den Seebrückenkopf eingefügten Objekte, werden Informationen zu den Wasserständen der Gezeiten, sowie zu den Pegeln historischer Sturmfluten anschaulich zeigen. Gefertigt sind diese Kunstobjekte aus sogenanntem „korrosionsverzögertem“ Stahl. Das bedeutet, die Oberfläche rostet deutlich langsamer, als es bei gewöhnlichem Stahl der Fall ist.

Manche Baumaterialien, wie z. B.  die in der Erosionssicherung entlang der Promenaden und des Seebrückenkopfes verlegten Sandcontainer werden nach der Fertigstellung des Bauvorhabens nicht mehr zu sehen sein, weil sie unter einer Sandschicht verborgen sind. Aber vielleicht erinnern Sie sich an diesen Beitrag, wenn Sie sich nächstes Jahr dort aufhalten.

Familienlagune im Oktober

02.10.2012
Raimund Donalies

Nun lässt es sich nicht mehr leugnen, der Herbst ist da, die Tageshelligkeit nimmt ab und die ersten Bundesländer haben Herbstferien.

Sollte ursprünglich ab Ende September die Arbeit auf der winterfest gemachten Baustelle ruhen, wird nun mit Hochdruck weiter gearbeitet. So bald wie möglich steht im nächsten Frühjahr die Familienlagune für Urlauber, Tagesgäste und Einheimische zur Verfügung.

Vom Deich aus ist meist wenig zu erkennen, die Bewegungen der Baufahrzeuge oder das Wachsen und Verschieben von Sand- und Steinbergen. Im Nordbecken, welches zukünftig das Revier der verschiedenen Wassersportler wird, ist die Solltiefe erreicht. Es wurden mehr als 50.000m³ Sand gefördert. Dieser Sand für die Gestaltung des neuen Inselprofils ist zum Teil bereits eingearbeitet.

Die Bagger für die Sandentnahme sind nun im südlichen Becken am Werk. Hier werden nochmals rund 30.000 m³ Sand entnommen. Mit einer Tiefe von stellenweise bis zu 3m wird es dann möglich sein, Kopfsprünge von der schwimmenden Badeinsel zu absolvieren oder ohne Grund unter den Füßen zu schwimmen. Natürlich gibt es auch für die Nichtschwimmer flache Bereiche.

Die Promenadenpflasterung ist, bis auf kleine Ergänzungen, fertig und die Ruhezonen gehen auch ihrer Vollendung entgegen. Hier fehlen z.B. nur noch die Duschwände mit Armaturen und die Sitzgelegenheiten für die Fußduschen.

Viele von Ihnen erinnern sich vielleicht noch an die früheren Treppen ins Watt. Die neuen Treppen haben eine größere Breite und werden mit Geländern ausgerüstet. Ein Begegnen von Menschen, welche ins Watt oder Wasser hinunter möchten und denen, die heraus kommen, wird problemlos möglich sein.

Mein persönlicher Lieblingsplatz ist der große Seebrückenkopf. Ich freue mich schon auf den ersten Sonnenuntergang, den ich mir von dort aus anschauen werde. Schon jetzt beeindruckt die Optik. Auch vom Watt her ist der Anblick des großen, tribünenartigen, Fächers imposant.

Die Wattrampe wurde vor wenigen Wochen fertig gestellt. Bei den Führungen im Oktober werden wir sie ein Stück weit begehen, je nach Wasserstand. Zukünftig ist es Menschen mit Rollstühlen oder Rollatoren möglich, problemlos direkt ans Watt zu gelangen.

Nach dem, was ich von verschiedenen Gästen gehört habe, führten beliebte Routen für Spazierwege über die Brücken jeweils am Nord- oder Südende der Insel in der Perlebucht. Wer nun auf Grund der Beobachtungen des Baugeschehens denkt, das wird zukünftig nicht mehr möglich sein, kann sich beruhigt auf die nächste Saison freuen. Die Brücken werden in neuem Glanz und Aussehen erstrahlen. Vor wenigen Tagen wurden die Längsträger auf den sanierten Betonunterbau aufgebracht und bald folgt der Rest. Lassen Sie sich (angenehm) überraschen.

Wen nun die Neugierde gepackt hat: Bitte nicht auf eigene Faust das Gelände der Baustelle erkunden, es gibt nach wie vor extrem gefährliche Bereiche. Aber wenn Sie im Oktober in Büsum sind, nehmen Sie doch an einer meiner Baustellenführungen teil. Die Termine finden Sie auf dieser Website. Ich freue mich auf Sie.

Bagger- und Spülarbeiten –
Oder: Wie kommt der Sand auf die Insel?

26.09.2012
Raimund Donalies

Wer baggert so spät noch am Baggerloch, so sang es vor zig Jahren Mike Krüger. Einige von Ihnen werden diesen Schlager vielleicht noch kennen.

Wer in den letzten Wochen die Baustelle der Familienlagune abends vom Deich her angesehen hat, bemerkte vielleicht zwei bis drei Bagger in Aktion, während ansonsten die Arbeit auf der Baustelle bereits ruhten.

Was verbirgt sich hinter diesen Baggeraktivitäten, welche im Zweischicht-Betrieb bis zur letzten Woche im nördlichen Wasserbecken stattfanden und nun im südlichen Becken ihre Fortsetzung finden?

Regelmäßige Beobachter der Baustelle regelmäßig oder Teilnehmer an den öffentlichen Baustellenführungen im Sommer konten miterleben, wie die Badeinsel der Familienlagune an der Seeseite um etwa zwei Meter in die Höhe wuchs. Aber auch auf der Insel selbst sehen die Planungen Erhöhungen des Geländes vor. Außerdem sollen die Becken vertieft werden, damit unsere Gäste im Schwimmerbereich auch „ohne Boden unter den Füßen“ schwimmen können oder die Wassersportler nicht auf Grund laufen.

Der für die Geländeprofilierung notwendige Sand muss nicht mit LKWs herangeschafft werden, sondern liegt in den Becken zwischen Insel und Land. Zum Teil ist er sogar in den letzten Jahrzehnten bei Überflutungen der Insel dort hinein gespült worden. Allerdings würde es nicht genügen, den Sand einfach auszubaggern und mit Kippern auf das Gelände zu verbringen. Das im Sand enthaltene organische Material und die Zusammensetzung des Sandes in der Größe seiner Körner sprechen gegen solch ein Verfahren. Außerdem wäre der Boden in den Becken für die Fahrzeuge und Baumaschinen nicht überall tragfähig.

Einer der Bagger trägt an seinem Arm eine Pumpe. Sie kann bis zu 500 m³ Sand-Wassergemisch je Stunde fördern, ein Klassenzimmer ließe sich also problemlos in der großen Pause damit füllen, wenn denn die Fensterscheiben das aushielten. Außerdem steht er auf einem besonderen Fahrwerk. Dadurch kann er in tieferes Wasser gefahren werden, ohne dass durch instabile Schwerpunktlage die Gefahr des Umkippens besteht.

Da der Sand im Becken teilweise sehr fest ist, unterstützen ein bis zwei Bagger diese Pumparbeit durch das Auflockern des Sandes, damit nicht überwiegend Wasser gepumpt wird.

Wer genau hinsieht, erkennt, dass von der Pumpe aus eine flexible Leitung zu einem schwimmenden Rohrsystem  führt. Durch diese Rohrleitung wird das Gemisch zum Spülfeld geleitet. Vorsicht, diese Spülfelder sind beim Betreten lebensgefährlich, Sie können teilweise über zwei Meter tief darinnen versinken und ersticken!

Was passiert in solch einem Spülfeld? Durch das Fließen setzen sich die größeren Bestandteile des Sand-Wasser-Gemisches zuerst ab, die kleineren später. Das organische Material wird weiter gespült, der Sand also gewaschen. Der Sand an der Entnahmestelle hat einen speziellen Eigengeruch, der gewaschene Sand aus dem Spülbecken ist geruchsfrei. Bevor das abgetrocknete und entwässerte Spülfeld „abgeerntet“ wird, erfolgt eine Vermessung, um die gewonnene Menge zu protokollieren und eine Beprobung, um die Qualität des Sandes nachzuweisen. Je nach dem, an welcher Stelle nach dem Abtrocknen des Spülfeldes Sand entnommen wird, steht Material der für den jeweiligen Verwendungszweck benötigten Körnung zur Verfügung.

Seit dem Beginn der Spülarbeiten wurden so bereits einige zehntausend Kubikmeter Sand gewonnen.

Neues vom Seebrückenkopf

22.08.2012
Raimund Donalies

Auf der Baustelle der Familienlagune gibt es viele Stellen, welche Woche für Woche anders aussehen. Die Umgestaltung schreitet mit großen Schritten voran.

Aufgrund seiner Ausdehnung fasziniert, nicht nur mich, der zukünftige Seebrückenkopf .

Wer die Insel in der Perlebucht (Sie wurde nach einem dort gestrandeten Frachtsegler so benannt) von früheren Urlaubsaufenthalten kennt, erinnert sich vielleicht an das Bild, welches sich bis zu den Osterferien 2012 dort bot, wo jetzt der Seebrückenkopf entsteht.

Inzwischen sind bereits vier großzügige Treppen eingebaut. In ihrer Breite laden sie zum Hinabsteigen zum Wattboden oder zur Wasserlinie ein. Die zukünftige Höhe mit den einzelnen Plattformen, deren obere an die Promenaden nach Süden und Norden höhengleich anschließen wird, ist deutlich erkennbar.

Die Plattformen des Seebrückenkopfes wurden bereits teilweise gepflastert.

Ein Blickfang stellen auch die „Kunstobjekte Welle“ dar. Sie bestehen aus 45mm starkem, langsam rostendem Stahl der Sorte S355J0. Bald informieren Edelstahltafeln auf diesen Kunstobjekten über die Wasserstände der Gezeiten in Büsum, sowie über Wasserstände katastrophaler historischer Sturmfluten.

Damit vom Seebrückenkopf eine gute Sicht auf  Wasser oder Wattboden des Weltnaturerbes Wattenmeer möglich ist, wird der alte Asphaltdamm entfernt. Für diese Arbeit müssen die Tidezeiten und die Wetterbedingungen günstig sein, damit die Baumaschinen nach der Fahrt ins Watt nicht gleich wieder heraus müssen. Am Vormittag des 21. August war ein erster Blick direkt vom Wattboden auf diesen Bauabschnitt möglich.

Mit Hochdruck arbeiten die Bauarbeiter der Firma Reuse am Anschluss des Seebrückenkopfes an den südlichen Bereich der Wasserkante.

Ich werde Sie bald über weitere Fortschritte informieren.

Messen und Vermessen auf der Baustelle Familienlagune

08.08.2012
Raimund Donalies

Wer misst, misst Mist, messen heißt wissen, vielleicht kennen Sie noch mehr ähnliche „Sprüche“ zum Thema Messen. Jedes Projekt einer Baustelle oder eines Bauwerkes, aber auch im Bereich der Feinmechanik, hat seine Maße, welche mit einer gewissen Toleranz eingehalten werden müssen.

Auf der Baustelle der Familienlagune hat der gute alte Zollstock für viele Zwecke nicht ausgedient, aber es kommen neben solchem traditionellen Werkzeug und Nivelliergeräten auch moderne Methoden zum Einsatz. Die Lasertechnik ermöglicht es, Gefälle oder Ebenen zu gestalten ohne dass Schnüre gespannt werden müssen.

Besonders fasziniert mich der Einsatz spezieller GPS-Geräte zur Messung und Vermessung. Viele von Ihnen haben sicher ein Navigationssystem im Auto oder sind gar mit einem Hand-GPS-Gerät in der Freizeit auf elektronischer Schnitzeljagd (Geocaching). Smartphones besitzen meist eine GPS-Funktion für vielfältige Anwendungen.

Unter günstigen Umständen erreichen solche Geräte eine Genauigkeit von drei bis vier Metern bei der Positionsermittlung. Das reicht zur Navigation auf der Straße oder bei Wanderungen, für eine exakte Bauausführung allerdings nicht.

Die auf der Baustelle verwendeten Geräte empfangen neben den Satelliten des amerikanischen GPS-Systems auch die Satelliten des russischen GPS-Gegenstücks, GLONASS, außerdem erfolgt eine zusätzliche Online-Korrektur per Datenübertragung. Dadurch erreicht man in Fläche und Höhe eine Genauigkeit von wenigen Zentimetern.

Auf der Baustelle werden damit Flächen, Wege und Punkte vermessen. Die Daten können mittels Computerprogrammen weiterverarbeitet werden. So lässt sich der Baufortschritt dokumentieren und kontrollieren.

Auch der Bagger, welcher die Spülpumpe für die Sandgewinnung trägt, ist mit dieser speziellen Messeinrichtung bestückt, erkennbar an den auf Stäben sitzenden Antennen am Heck der Arbeitsmaschine. Auf einem Monitor sieht der Baggerfahrer, wo er unter der Wasseroberfläche bereits Material abgebaut hat. So ist er davor geschützt, in seine selbst gegrabene Grube zu fahren.

Es geht weiter voran

25.07.2012
Raimund Donalies

Auf der Baustelle der Familienlagune geht es mit großen Schritten voran. Präsentierte sich der Bereich des zukünftigen Seebrückenkopfes bisher als sich ständig terrassenförmig vertiefende große Baugrube, so kommt die künftige Gestaltung Schritt für Schritt zum Vorschein. Die Treppe 4 ins Watt ist in ganzer Breite eingesetzt, das erste Kunstobjekt Welle steht.

Vorbereitet wird der Einbau von Treppe 3, die Podeste werden sichtbar. Ein Blick Richtung Nordsee lässt deutlich erahnen, wie es sich später anfühlen wird, hier wie auf einer Tribüne das Geschehen im Weltnaturerbe Wattenmeer zu beobachten.

Die Wattrampe ist inzwischen auf der Höhe der zukünftigen oberen Plattform des Seebrückenkopfes angelangt. Die Wattrampe wird es geheingeschränkten Personen zukünftig ermöglichen, ans Watt zu gelangen. Auf der obersten Ebene des Seebrückenkopfes werden Wattrampe und die von Süden und Norden kommenden Promenaden höhengleich anschließen.

Die Gestaltung der Promenadenpflasterung löst bei allen, die es als Teilnehmer/innen der Führungen sehen können, Begeisterung aus. Nach ersten Probeflächen zur Ermittlung der optimalen Verlegung, arbeiten sich die Handwerker der Baufirma nun von Norden und Süden her dem Seebrückenkopf entgegen. Die zukünftigen Ruhebereiche sind schon erkennbar. Hier lässt sich bereits die Dimension der zukünftig großzügigeren Treppen zum Watt abschätzen.

Wenn Sie hautnah erleben möchten, wie es auf der Baustelle weitergeht, melden Sie sich doch zu einer Führung an. Die Termine der Führungen finden Sie hier.

Ich freue mich darauf, Sie zu einem Baustellenrundgang begrüßen zu dürfen!

Betreten verboten, muss das sein?

16.07.2012
Raimund Donalies

Baustellen machen neugierig. Besonders, wenn es sich um eine Baustelle handelt, auf der man in den letzten Jahren/Jahrzehnten regelmäßig einen Teil des Urlaubs verbracht hat. Vielleicht buddelten Sie schon als Kind dort im Sand und in den letzten Jahren spielten Ihre Kinder auf der Insel in der Perlebucht im Sand oder badeten mit Ihnen gemeinsam im Wasser der Perlebucht. Jetzt wird umgebaut, damit diese Insel hübsch und zeitgemäß auch weiterhin allen Generationen von Urlaubern Lust auf einen Urlaub in Büsum macht.
 
Klar, so eine Baustelle kann spannend und interessant sein, manch eine/r von uns ist in jungen Jahren selbst auf Entdeckungstour über damalige Baustellen gegangen. Wir hatten Glück, es passierte kein Unfall – und erwischt wurden wir auch nicht…
 
Trotzdem – wie würden Sie reagieren, wenn interessierte Menschen auf ihrem Grundstück herumlaufen und Werkzeuge, Materialien oder Maschinen Ihrer Baustelle untersuchen?
 
Na also, wir sind ja inzwischen erwachsen und vernünftig geworden. Gerade auf der Perlebucht-Baustelle lauern verborgene Gefahren: In den Spülfeldern zur Sandgewinnung können Sie bis zum Hals im Treibsand versinken. Was, wenn dann niemand Ihre Hilfeschreie hört? Wenn Sie beim Überklettern der alten Asphaltböschung am Seebrückenkopf abrutschen und mit gebrochenen Beinen in der Grube liegen, - haben Sie genug Verpflegung und eine warme Decke mit? Ihr Handy ist sicher nicht wasserfest. Montagmorgens gegen 6:15 Uhr werden die Bauarbeiter Sie finden und einen Rettungswagen rufen – wenn Sie den dann noch brauchen…
 
Während des Betriebes von der Baggerschaufel oder einem LKW gestreift zu werden kann für „beeindruckende“ Urlaubserinnerungen sorgen. Sie möchten doch von Ihren Urlaubserlebnissen selbst  berichten können?!
 
Es gibt für alle Neugierigen eine Möglichkeit, die Baustelle zu besichtigen:
Während der Ferienzeiten Mittwoch nachmittags um 15:30 und 17:00 Uhr führe ich Sie über die Baustelle und zeige Ihnen die interessanten Punkte und Baufortschritte. Melden Sie sich aber bitte vorher bei der Tourist-Information im Gäste und Veranstaltungszentrum an.

Der Seebrückenkopf

25.06.2012
Raimund Donalies

Woche für Woche ist es faszinierend zu sehen, wie es auf der Baustelle der zukünftigen Familienlagune voran geht. Baumaterial wird angeliefert, Abruchmaterial wird abgefahren.An verschiedenen Stellen wächst die Promenade, die zukünftigen Ruhezonen lassen sich erahnen. Manche heutigen Einblicke werden schon in kurzer Zeit durch den Baufortschritt nicht mehr möglich sein, weil diese Bereiche mit weiteren Materialien überdeckt werden.

Darum heute Bilder aus dem Bereich des zukünftigen Seebrückenkopfes. Die Bilderserie beginnt Ende März 2012. Zu jener Zeit ist die Insel in der Perlebucht noch im alten Zustand zugänglich. Weiter geht es mit den Bildern im Monatsabstand, im Mai ist der Bereich der zukünftigen, trichterförmigen Öffnung aus zwei verschiedenen Blickwinkel zu sehen. Inzwischen ist erkennbar, wie am Seebrückenkopf in die Tiefe gearbeitet wird.

Einen Ausblick auf den Endzustand im nächsten Jahr vermittelt die Visualisierung der Planer. Darauf ist nicht nur unser Austernfischer als Zaungast gespannt.

Erste erkennbare Fortschritte

11.06.2012
Raimund Donalies
 
Fast 5000 Tonnen Wasserbausteine sind inzwischen auf der zukünftigen Familienlagune in der Perlebucht angekommen. Diese, seit Jahrzehnten im Küstenschutz bewährten Steine, wurden per Schiff im Büsumer Hafen angeliefert.
 
Nach dem Umladen auf LKWs erfolgte der Transport über die Umfahrung Büsums im Osten des Ortes zur Baustelle. Das Gewicht der Steine beträgt jeweils 5 bis 40 Kilogramm. Diese Steine werden für den Bau des so genannten Deckwerkes an der Wasserkante der Insel verwendet. Das Deckwerk schützt die Lagune vor der Kraft des Wassers bei stürmischer Witterung und Wasserständen, die über dem mittleren Hochwasser liegen.
 
Die Wasserbauer der Firma Reuse schaffen fleißig an der auch optisch ansprechenden Seeseite der Insel. Durch die Baufortschritte ist schon zu erkennen, auf welcher Höhe zukünftig die Wattpromenade verlaufen wird. Sichtbar sind auch schon die Stellen, an welchen die neuen Niedergänge zum Watt eingefügt werden.
 
Nicht sonderlich beeindrucken lassen sich von den Bautätigkeiten die beiden Hasen im nördlichen Bereich der Insel. Munter scheinen sie das frühsommerliche Wetter zu genießen.



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