Projekt Wasserkante Büsum
Küstenschutzmassnahmen in Büsum
Strand
Projekt Büsum: ein Jahrhundertprojekt
Küstenschutz
Büsum
 
 


Wo und warum Deichverstärkung in Büsum
(2013+2014)?




Dieser Küstenbereich wird in den Jahren 2013 und 2014 erneuert:
Der Planungsraum erstreckt sich auf einer Länge von ca. 2,7 km über zwei Köge, vom Büsumer Koog (Station 1+940 km) bis zum Büsumer Hafenkoog (Station 0+600 km). In der Einteilung der Küstenkilometrierung entspricht dies dem Bereich von Station 170,980 km bis Station 173,640 km.

Der Deich schützt in diesem Bereich...

  • Fläche: ca. 3200 ha
  • Einwohner: ca. 6.300
  • Sachwerte: ca. 1 Milliarde €


Darum muss der Deich in Büsum verstärkt werden:

  • Der Deichabschnitt ist in der Prioritätenliste des Generalplans Küstenschutz 2001 mit der Priorität 1 gelistet, da er in der Spitze 6,8 l/s×m Überlauf (Grenzwert 2 l/s×m) aufweist.
  • Die Kleiabdeckung entspricht nicht den Anforderungen der EAK 2002 - weder hinsichtlich der Qualität noch der Quantität.
  • Das Deichprofil weist im oberen Bereich zu steile und im unteren Bereich zu flache Neigungen auf. Dies führt zu einer erhöhten Gefahr von Sturmflutschäden bzw. Entwässerungsproblemen.
  • Innenberme befindet sich in Teilbereichen auf zu niedrigem Höhenniveau. Sie sollte 1,0 m über MThw sein, um bei Sturmflut ihrer Funktion der Deichverteidigung gerecht zu werden.
  • Das „Botmannsche Deckwerk“ zeichnet sich durch eine Wellenüberschlagssicherung aus, die durch seine entgegengesetzt laufenden Neigungen einen tiefer gelegenen Bereich aufweist.
    Das führt zu folgenden Problemen:
  • Das Oberflächenwasser einschließlich Sand und Schlämmstoffen sammelt sich in der Vertiefung und kann schlecht abgeführt werden.
    Der abgetrocknete Sand wird durch Windeinwirkung auf die angrenzende Grasnarbe geweht. Dies führt zu einer Erhöhung der Grasnarbe und einer nicht vorhandenen Verwurzlung mit dem Abdeckboden.
    Im Sturmflutfall kann die Grasnarbe leichter abgetragen werden, was einen ungeschützten Abdeckboden zur Folge hätte.
  • Im Winter kommt es durch das angesammelte Wasser zu Frostschäden, welche die Unterhaltungskosten steigen lassen.

Wie sieht das neue Deichprofil aus?



Das Profil des neuen Deiches - nicht höher, sondern breiter.

Das geplante Deichprofil kann innerhalb der Deichbasis entwickelt werden. Es wird lediglich eine minimale Achsverschiebung vorgenommen.

  • Deichkronenhöhe: 8,40 m (0-0,3 m über Bestandshöhen) von Stat. 2+240 bis Stat. 0+130 8,90 m von Station 0+130 bis Stat. 0+130 bis Stat. 0+600
  • Deichkronenbreite: 5,0 m ( 3,50 m befestigt)
  • Außenböschung: aufgrund der Trassierung des Landesschutzdeiches ergeben sich unterschiedliche durchgehende (von der Deichkrone bis zur Wellenüberschlagssicherung) Neigungen von 1:15 bis 1:9
  • Deckwerkshöhe: NN + 4,0 m (durchschnittlich 0,70 m über Bestand)
  • Innenberme: mindestens 1,0 m über MThw (NN + 1,64 m), Anhebung des Deichverteidigungswegs von Station 2+900 bis Station 3+700

Das Projekt in Zahlen (Stand 09/2011)



Bild einer ähnlichen Maßnahme auf Föhr (Foto: LKN)
  • Baukosten: ca. 7,4 Mio. € (Kosten LKN Deichverstärkung), ca. 7,5 Mio. € (kosten Gemeinde Büsum Deichpromenaden)
  • Bauzeit: 2 Jahre (voraussichtlich 2013/2014)
  • Materialbedarf: ca. 190.000 m³ Kleiboden; ca. 150.000 m³ Füllboden (ohne Unterbau Überschlagssicherung, DVW, Rampen)
  • Materialtransport: Zufahrt über den Bereich der Perlebucht
  • Bodenentnahmen: Flächen bei Wesselburener Deichhausen

Die Baukosten für die Deichverstärkung betragen rund 7,4 Millionen Euro. Finanziert wird die Maßnahme mit Bundes- und Landesmitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ sowie aus dem „Zukunftsprogramm Ländlicher Raum“ des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Bauherr ist das Land Schleswig-Holstein, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR), vertreten durch den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN-SH) in Husum.

Die voraussichtlichen Gesamtausgaben der Gemeinde Büsum für die Deichpromenaden belaufen sich auf ca. 7,5 Millionen Euro. Die Förderung aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft (2007-2013) – ZPW - mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) erfolgt mit einer Förderquote von 60 % der anerkannten förderungsfähigen Kosten. Es  wird mit einer Gesamtförderung in Höhe von ca. 4,5 Millionen Euro gerechnet.



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